Wer sich heute Abend die Nachrichten angeschaut hat, konnte in ARD und ZDF ein Video des Journalisten Richard Gutjahr sehen, der zufällig vor Ort war. Nach kurzer Recherche auf YouTube scheint es eines der wenigen Videos zu sein, die den Hergang dokumentieren. Ein weiteres Video (unten) zeigt wie Polizisten auf den bereits gestoppten LKW schießen. Eine lebende Person im LKW ist genauso wenig zu erkennen, wie Mündungsfeuer aus dem Fahrerhaus in Richtung der Polizisten.

Angesichts des feierlichen Ereignisses, der Masse Menschen und des von den Medien verbreiteten Ablaufs, ist es zunächst einmal mehr als erstaunlich, dass es keine Handyvideos von den ersten Opfern zu geben scheint. Laut ARD und ZDF ist der LKW insgesamt ca. 2 Kilometer über die Promenade gefahren undsoll schon Menschen angefahren haben, bevor er die Höhe des Hotels erreicht, von dem aus Gutjahr die Szene gefilmt hat.

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In diesem Video ist zu sehen, wie ein Mopedfahrer versucht, den LKW zu überholen und dabei stürzt. Der LKW fährt ausgesprochen langsam und er fährt auf der Straße. Wenn er Fußgänger vorsätzlich töten wollte, warum fährt er dann nicht über die im Video ersichtlich gefüllte Promenade? Warum fährt er geradezu aufreizend langsam? Polizisten kommen und schießen auf den Fahrer. Angeblich treffen sie nicht, aber das geht aus dem Video in keiner Weise hervor. Warum schießt er nicht zurück, wenn er bewaffnet war. Warum gibt er erst nach den Schüssen Gas und nicht, als er die Beamten mit gezogenen Pistolen kommen sieht?

Erst jetzt – nach den Schüssen – beschleunigt der LKW und rast in die Menge. Es ist auf den ersten Blick durchaus plausibel, dass es sich um einen perfiden Terroranschlag handelt. Nach dem Suizid eines depressiven deutschen Piloten mit einem Passagierflugzeug scheint kein Wahnsinn ausgeschlossen. Aber es drängt sich auch der Verdacht eines anderen Ablaufs auf, dass der Fahrer – vielleicht hat er zuvor versehentlich jemanden angefahren oder aufgebrachte Passanten wollten ihn einfach nur stoppen, weil er dort nichts zu suchen hatte – möglicherweise erst durch die Schüsse der Polizei in Panik geriet und Gas gab, um nicht erschossen zu werden. Es ist auch denkbar, dass er von einem Schuss getroffen zusammensackt und das Pedal – durch Eigengewicht oder Todeskampf – durchtritt und deshalb in die Menge rast.

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Ist das tatsächlich der Moment, in dem der Fahrer erschossen wird?
Zweifel sind angebracht, denn die Bilder können das nicht belegen.
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Dieser alternative Hergang könnte leicht widerlegt werden, wenn es Videos oder Zeugen gäbe, die bestätigen, wie er bereits vor den ersten Schüssen der Polizei vorsätzlich Menschen anfährt. Warum gibt es die nicht, obwohl heute jeder ein Handy hat und an einem solchen Tag jeder Zweite auf der Promenade sich und seine Freunde und Verwandten filmt?

Dass die Polizei im nachinein von angeblich gefundenen Waffen spricht, von denen bisher auch keine Bilder zu existieren scheinen, entspricht der üblichen Taktik, Verdächtigen etwas unterzuschieben, wenn man feststellt, dass man selbst Mist gebaut hat.

Wie gesagt handelt es sich um Spekulationen. Sollten aber auch in den nächsten Stunden keine Beweise auftauchen, die eine Tötungsabsicht belegen, bevor die Polizei vor Gutjahrs Hotel auf ihn schoss, könnte es sich auch um eine Tragödie handeln, die der Öffentlichkeit als Terroranschlag verkauft wird, um das eigene Versagen zu kaschieren.

Update:

Zumindest gibt es mittlerweile Zeugenaussagen – deren Wahrheitsgehalt man bisher nicht infragestellen muss -, wonach der Fahrer tatsächlich in dem kurzen Zeitraum bevor das Video einsetzt eine mörderische Jagd über die Promenade gemacht hat. Es klingt wie real gewordenes „Grand Theft Auto IV“ und von einem islamistischen Hintergrund kann in diesem Fall – nach jetzigem Stand jedenfalls – keine Rede sein.

Dass es keine Videos von den Vorereignissen gibt, kann an einer Zensur durch YouTube liegen, obwohl es auch Aufnahmen (CCTV) geben muss, die nicht so menschenverachtend sind, dass man sie nicht zeigen könnte.

Der von Fe Ligaro fälschlich als Fahrzeug des Täters ausgegebene LKW (Bildunterschrift: „La scene du drame“) wurde offenbar erst später im Zusammenhang mit den Ermittlungen untersucht. Es könnte sich hierbei also um Schlamperei des Figaro handeln.

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„Le Figaro“ hat einen offenbar erst nach dem Anschlag untersuchten anderen LKW als Tatfahrzeug dargestellt: „La scene du drame“

Update 2

Ein Zoom des vom ZDF ausgestrahlten Videos von Richard Gutjahr auf die Front des LKW bestätigt die Darstellung, dass dieser bereits vor der Höhe des Hotels – und damit vor den ersten Schüssen der Polizei – einen oder mehrere Kollisionen hatte. Diese Front sieht schon erheblich beschädigt aus, was auch auf höhere Geschwindigkeit beim Eintritt des Schadens hindeutet. Der Scheinwerfer rechts gehört zum Mopedfahrer vor dem Sturz. Dieser ist übrigens nicht unter den LKW geraten, sondern rappelt sich auf und läuft noch hinterher.

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beschädigte Front des Renault Midlum vor den Schüssen der Polizei
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(Ausschnitt und Zoom des Videos von Richard Gutjahr)

Quelle:  https://propagandaschau.wordpress.com/2016/07/15/terror-oder-tragoedie-zweifel-an-den-ereignissen-in-nizza-draengen-sich-auf/