Nestlé – Nach Patent auf Muttermilch – Babymilch aus Kapseln (Plastik)

NestleBabymilch

Mama nimmt pro Fläschchen eine Kapsel, denn, wenn Mama sich schnell per Knopfdruck einen Kaffee aus der Maschine lässt, kann sie das zeitgleich jetzt auch mit dem Fläschchen für das Baby tun.

Was es nicht alles gibt. Kapselmaschinen kennt man sonst nur von der schnellen Zubereitung von Kaffee, Kakao und Tee. Nun zieht der Babynahrungsriese Nestlé nach und es gibt jetzt Babymilch auf Knopfdruck und diese Kapseln bestehen aus Plastik. Phthalate werden in der Industrie in großen Mengen als Weichmacher für Kunststoffe verwendet.Tierversuche haben gezeigt, dass durch Phthalate die Testosteronproduktion herabgesetzt wird. Die Hoden der Tiere verkleinern sich und bilden weniger Spermien. Allein das wäre bereits ein Grund auf Plastikkapseln zu verzichten. 

Nestle – Babymilch aus Kapseln incl. Überwachung

Nach Nestlé’s Dolce Gusto und Nespresso nun auch die BabyNes –  wir kapseln uns durchs Leben. Und sollte George Clooney erst mal Papa werden, sehen wir ihn schon in einer Werbung für Nestlé mit einem Baby auf dem Arm und wartend bis die Kindermilch-Kapsel durchgelaufen ist.

Oh da war doch was – George Clooney’s Frau, die Menschenrechts-Anwältin und UNO-Beraterin Alamuddin soll den Hollywood-Star von seiner Werbung für Nestlé abbringen, forderte das Babynahrungs-Action-Network IBFAN.

Noch kurz vor seiner Hochzeit hat George Clooney in einer Villa am Comer See einen neuen Werbespot für Nespresso abgedreht. Die Organisation International Babyfood Action Network (IBFAN) forderte Alamuddin auf, der frischgebackene Ehemann solle seine Werbung für Nestlé einstellen. In einem Brief an Clooney und seine Frau, die Menschenrechtsanwältin Amal Alamuddin, will IBFAN auf die Kritik an der Vermarktung von Nestlé-Babymilch in Drittweltländern verweisen, die zum Tod von Säuglingen führe. Noch wirbt Clooney für Nestlé und vielleicht sollten wir seiner Frau auch einen Brief schreiben, z.B. über das Thema Nestlé und Wasser. Wem Nestlé das Wasser abgräbt – erfindet Wasser für Reiche neu – eröffnet Abfüllanlage in Äthiopien.

Die Kaffeekapseln von Nespresso sind für Nestlé eine Goldgrube, denn auch hier zahlen Verbraucher viel Geld für die Anschaffung des  Gerätes und die dazugehörigen Kapseln. 35 bis 39 Cent kostet eine Alu-Kapsel. Darin enthalten sind ungefähr sechs Gramm Kaffee. Die Rechnung ist schnell gemacht: Günstigstenfalls zahlt man auf diesem Weg für ein Kilo Kaffeerund 60 Euro. Lesen Sie dazu: Kaffeekapseln oder Kaffeepads „Kaffeegenuss mit Reue“ – Die Müllmacher!

Die BabyNes-Maschine kostet umgerechnet ungefähr 200 €. Eine Packung BabyNes-Kapseln, Inhalt  26 Kapseln an der Zahl, von 90 – 240 ml, je nach Alter des Kindes, kostet umgerechnet ca. 41 – 46 €; d.h. der Preis liegt schätzungsweise bei etwa 5 € am Tag (drei Mahlzeiten – wenn Ihr Kind „normal” trinkt – es gibt keine Durchschnittskinder)

In dem Video eine Mutter, die nennt es Cappuccino für ihr Kind.

Und es gibt sogar ein Überwachungssystem, denn Nestle bietet nicht nur zusätzlich jede Menge Online & Service-Dienstleistungen, wie z.B. kostenlose Beratung, an, unter anderem kann man sich im BabyNes-System ein eigenes „My BabyNes“-Konto einrichten.

Aus der Webseite von BabyNes:

DIE BABYNES IPHONE-APP

  • Informieren Sie sich in Echtzeit – Ihr Profil wird über Ihre Maschine mit den Online-Diensten automatisch aktualisiert. Verfolgen Sie, wann und wie viel Ihr Baby trinkt und loggen Sie sich per Fernzugriff in sein Tagebuch ein.
  • Verwalten Sie über Fernzugriff Ihr My BabyNes-Profil – Registrieren Sie die Schoppen, die Ihr Baby unterwegs getrunken hat oder wie oft und wie lange Sie Ihr Kind gestillt haben.
  • Stellen Sie Fotos, Videos oder Kommentare in das Album Ihres Babys und teilen Sie seine Entwicklung mit Ihrer Familie oder Ihren Freunden.
  • Behalten Sie den Überblick über Ihren Kapselvorrat
    Je nach gewählter Option für den Nachschub:
    – Erhalten Sie eine Nachricht, bevor Ihr Kapselvorrat zu Ende geht.
    – Bestellen Sie Ihre Kapseln mit einem Klick oder beziehen Sie diese automatisch in der Zusammensetzung und Menge, die Sie für Ihr Baby brauchen.

Da erlaubt man uns die Frage: wie haben wir nur unsere Kinder groß bekommen? Und möchte man wirklich Nestlé alle Daten des Kindes zukommen lassen?

Da lesen wir „lästige und zeitaufwendige Arbeiten” wie:

  • das Wasser aufheizen.
  • das ständige Milchpulverlöffelchen zählen.
  • das heiße Wasser nachkippen.
  • schauen, ob die Babymilch richtig temperiert ist.
  • das Fläschchen ggf. unter kaltem Wasser etwas runterkühlen
  • oder erneutes aufwärmen, weil man es vielleicht zu sehr runtergekühlt hat.

fallen einfach weg. Quelle

Wenn das die Gründe für eine BabyNes sein sollen, dann fragen wir uns, wieso bekommen denn diese Frauen, die das lästig finden, überhaupt ein Kind? Was, wenn das Kind dann erst mal feste Nahrung bekommt, heißt es dann auch: Kühlschrank auf – Fertignahrung raus – Mikrowelle an und schon hat das Kind sein Essen? Dass es ungesund sein kann, scheint dann nicht so wichtig, ist ja nicht so zeitaufwändig.

Vorerst ist das Kapselsystem BabyNes in der Schweiz und Frankreich zu erwerben. Laut telefonischer Beratung ist die Kapsel vorerst nicht in Deutschland zu bekommen, man wisse auch nicht, wann das Produkt hier eingeführt werden würde. Auf die Frage, aus welchem Material der Verschluss der Babymilch-Kapsel sei, wurde uns mitgeteilt, dass es sich um weiches Plastikmaterial handeln würde.

INFOBOX

Weichmacher (Phthalate, Bisphenol A, PVC) ist in allen Plastikartikeln wie Wasserflaschen, Lebensmittelverpackungen, Konservendosen, Kinderspielzeug, Küchengeräten und anderen Elektronikartikeln enthalten; stören den Hormonhaushalt, wirken östrogenähnlich, vermindern die Lernfähigkeit und die Beweglichkeit von Spermien, bei Mädchen ist eine verfrühte Pubertät zu beobachten. Weichmacher machen Plastik geschmeidiger und elastischer.

Frankreich hält weltweit einen traurigen Rekord: Das Land ist Spitzenreiter im Gesamtbereich der Krebsarten, die als hormonabhängig gelten – also Brust- und Prostatakrebs. Das geht aus der letzten Erhebung des renommierten Internationalen Forschungszentrums gegen Krebs hervor. Der Giftstoff Bisphenol A (BPA), der auch hierzulande vielen Plastikverpackungen als Weichmacher zugesetzt ist, darf in keiner Lebensmittel-Verpackung mehr vorkommen. Lesen Sie dazu unseren Beitrag: In Frankreich ist damit Schluss, als erstes Land verbietet Frankreich ab 2015 Bisphenol A

Bereits mit der Babynahrungsaufnahme aus der Plastikflasche wird auch zwangsläufig der Weichmacher mit aufgenommen. Sie sind nicht krank, Sie sind vergiftet! Ist es nicht an der Zeit Plastikflaschen zu boykottieren?

In einer Studie hat die toxikologische Leiterin des Umweltbundesamtes in Berlin (UBA), Dr. Marike Kolossa-Gehring, im Urin von Kleinkindern Stoffwechselprodukte von Phthalaten gefunden. Ihre Schlussfolgerung: Kinder nehmen mehr Phthalate auf als empfohlen. Deshalb ihr Rat: Beim Kauf von Plastikspielzeug auf den Hinweis „frei von Weichmachern/Phthalaten” achten.

Wenn also die Weichmacher in Frankreich verboten werden, wie sieht es dann mit den Babymilch-Kapseln aus? Wie uns die Beraterin von BabyNes versicherte, handelt es sich bei der Abdeckung nicht um Aluminium, wie bei den Kaffeekapseln sondern um weiches Plastik – und weich wird es normalerweise eben durch diese Weichmacher, die in Frankreich nun verboten wurden. Allerdings haben wir hier keine Informationen zu den Babymilch-Kapseln gefunden.

Pakistan macht es vor. Kennzeichnungspflichtig auf Säuglingsnahrung: „Muttermilch ist die beste Nahrung für Ihr Baby und hilft bei der Verhinderung von Durchfall und anderen Krankheiten”. In Pakistan wurde Nestlé wegen Augenwischerei verwarnt und Produkte wurden beschlagnahmt. Und es wird immer verrückter: Monsanto-Nestlé besitzt jetzt Patente auf Bestandteile der Muttermilch. Lesen Sie dazu unseren Beitrag: Nestle besitzt Patente auf Bestandteile der Muttermilch
Bereits in dem Beitrag Nestlé, das Wasser abgräbt – Kinderarbeit, u.v.m. haben wir Ihnen die vielen Geschäftssparten von Nestlé vorgestellt. Es gibt von Nestlé einen Bereich, der nennt sich  Nestlé Nutrition. Hier sind die Bereiche Schwangerschaft & Neonatalogie, Kindheit (Kleinkindernährung, Wachstum & kognitive Entwicklung, Beikost, Immunfunktion & Probiotika), Allergien & Immunität (Immunfunktion & Probiotika, Allergie-Management, Nahrungsmittel-Allergie, Toleranzinduktion) untergebracht. Der Umsatz 2012  betrug 7,9 Milliarden Franken.

Morgens ein Kaffee von Nescafé, dazu ein Brot mit Wurst von Herta. Das Baby bekommt Alete-Nahrung, der Hund Futter von Beneful. Mittags gibt es Nudeln von Buitoni mit einer Tomatensoße von Maggi, zwischendurch eine After-Eight-Schokolade oder ein Mövenpick-Eis und einen Schluck aus der Wasserflasche mit dem Namen Pure Life. Wie kaum ein anderer Konzern ist der Lebensmittelmulti Nestlé in unserem Leben präsent. Unter mehr als 2.000 Marken verkaufen die Schweizer: Süßigkeiten, Babynahrung, Kaffee, Cornflakes, Fertiggerichte, Tierfutter und vieles mehr und nun auch noch Babymilch-Kapseln incl. Überwachung.

Um bei dem Boom des Marktes für Gesundheits- und Wellnessprodukte zu profitieren, greift Nestlé sogar nach menschlichen Stammzellen, Made in der USA. Siehe Frankensteins Küche – Nestlé nimmt als Zutat menschliche Stammzellen.

Noch gibt es diese Babymilch-Kapseln nur in der Schweiz und in Frankreich, aber wenn sich das Produkt gut behaupten wird, sicherlich auch irgendwann in anderen Ländern. Doch wann das sein wird, konnte uns die nette telefonische Beraterin von BabyNes nicht sagen.

Viele Mütter fragen sich, was das  Kind nach dem Stillen bekommen soll. Dazu hatte Nestlé eine Idee: Pulver mit Wasser anzurühren. Wir erleben es immer wieder, dass die Babybreie von Nestlé & Co. als die einzig wahren Nahrungsmittel für Babys angepriesen werden. Doch sind wir mal ehrlich, bedeutet es nicht, das Kind von Beginn seines Lebens an mit einem Fertiggericht zu konfrontieren?

Und es sei noch einmal gesagt: Unbestritten und wissenschaftlich immer wieder belegt: Muttermilch ist und bleibt das Beste fürs Baby. Keine künstlich hergestellte Ersatznahrung kommt in ihrer Zusammenstellung an diesen „Zaubertrank“ der Natur heran und da kann sich Nestlé noch so anstrengen.

Dazu auch unser Beitrag: Hört auf unsere Kinder krank zu machen! Was unsere Kinder chronisch krank macht

© Copyright 2015 Netzfrau Doro Schreier

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ein Kommentar

  1. Ruth Streit · · Antwort

    bitte löschen sie die Adresse Almir Murtic er arbeitet nicht mehr hier

    besten Dank

    Ruth Streit Planerin / Verkäuferin

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