MEINUNGSFREIHEIT: WIE DIE ZEIT GEZIELT LESERKOMMENTARE ZENSIERT

HALT

Da ich gerne mal gegen den Strom schwimme und zwecks Aufrütteln, frei nach dem Motto von Brechts »Verfremdungseffekt« auch mal provoziere ohne freilich dabei die Gürtellinie zu unterschreiten, lasse ich mich hin und wieder zu einem Kommentar auf einen Artikel der Wochenzeitung DIE ZEIT verleiten. Sobald man dort aber gegen den Strom schreibt, wird man von DER ZEIT zensiert. HALT – Sie verlassen die Sektorengrenze!

Für eine gute Online-Publikation gehört es sich die Kommantare zu prüfen um das Niveau zu halten. Das ist bei DER ZEIT ebenso wichtig wie hier in diesem Blog. Bisher hielt ich nur einen Kommantar zurück, es ging um Polens mittelalterliche Methode (Kastration) der Verbrecherbehandlung. Der Kommantar, der Polens Strategie beipflichtete strotzte vor Rechtschreibfehlern und geistiger Beschränktheit. Auf dieses Level wollte ich mich nicht herab lassen und löschte ihn. Ansonsten lasse ich jeden seine Meinung geigen, egal ob mich jemand bloß kritisiert oder mich als »doof« bezeichnet.

Bei der ZEIT ist das leider anders. Dort wird alles zensiert, was nicht zum geeichten Meinungs-Mainstream gehört. Insbesondere anscheindend beim Thema Islam – jedenfalls lasse ich mich mich diesbezüglich öfter zum Kommentieren hinreißen – schlägt der Zensor DER ZEIT zu; inklusive Überschrift. Zwei Beispiele möchte ich aufführen.

Als vor wenigen Wochen Recep Erdogan seine Macht wieder um eine Legislaturperiode verlängern konnte, kommentierte ich zum entsprechenden Leitartikel DER ZEIT das im Artikel veröffentlichte Foto von Erdogan und seiner Gattin bei der offiziellen Rede nach der Wahl. Sie war auf dem Foto nebst ihrem Herr und Gebieter bis zum Kinn zugeknöpft und mit Schleier vermummt aufgetreten. Ironisch kommentierte ich, dass Frau Erdogan ja vorbildhaft nach ihres Mannes Weltanschauung gekleidet sei. Außerdem bezeichnete ich Erdogan als »Sultan Erdogan«. Mehr nicht. Keine Kraftausdrücke, keine Gürtellinieunterschreitung oder sonstiges. Es war bloß Ironie und DIE ZEIT strich meinen Kommentar mit der Bemwerkung, ich solle die Polemik lassen. Vor der Zensur war der Kommentar noch weinige Minuten sichtbar gewesen und bekam sogleich mehrere positive Wertungen (Leserempfehlungen) der Leser. Aus Verärgerung ob der Zensur, schrieb ich den nächsten Kommentar mit Hinweis, dass die ZEIT einen harmlosen ironischen Kommentar gestrichen hat. Dieser wurde ebenfalls zensiert.

Heute dann das gleiche. Da ich mir jenes bereits ausmalte, habe ich den Kommentar gespeichert um ihn dann hier zu veröffentlichen. Und jetzt sage mir einer, ich verfehle den anständigen Ton.

Der Artikel hieß »Jeder konnte es wissen«. Was? Ja, genau das! Die Verbrechen der Nazis, davor und währenddessen. Beweis dafür sei ein nun veröffentlichtes Tagebuch des Otto-Normalbürgers Friedrich Kellner mit Eintragungen zwischen 1939-1945. Für DIE ZEIT ein »Jahrhundert-Dokument«.

Mit erhobenem Zeigefinger (schließlich haben die Deutschen bei der Vergangenheitsbewältigung noch Nachholbedarf) resümiert DIE ZEIT was man denn alles hätte wissen können, wenn man nur gewollt hätte, lobt Kellers sachliche Beobachtungsgabe und Analyse der Geschehnisse, merkt dabei aber nicht, selbt in die gleiche Falle zu tappen, wie Kellers mutmaßliche Zeitgenossen. Ja, selbst beim Löschen meines Kommentars kommt der Vorzeigezeitschrift aller vereinigten Linksintellektuellen mit eingebauter Gesinnungs-Toleranz diese Analogie offensichtlich nicht in den Sinn.

Ausschnitte des Artikels:

Wovor Sozialdemokraten wie Kellner in den letzten Jahren der Weimarer Republik immer gewarnt hatten, das war nun eingetreten – mit dem Überfall auf Polen brach das NS-Regime einen Krieg vom Zaun, der Millionen Menschen das Leben kosten sollte.
[…]
So konnte, gleichsam als Zeitungsphilologe, ein einfacher Mann ohne höhere Schulbildung den wahren Kern des Regimes erkennen.
[…]
Er liest aufmerksam die Todesanzeigen in der regionalen und überregionalen Presse und zieht daraus seine Schlussfolgerungen.
[…]
So aufmerksam, wie Kellner während des Krieges die Zeitläufte mithilfe der Presse verfolgte, ist anzunehmen, dass er auch in den ersten Jahren nach 1933 die Verbrechen des Regimes genau beobachtet hatte: die Etablierung der Diktatur, die Ausschaltung der politischen Gegner, die Verfolgung und Entrechtung der Juden, die Errichtung von Konzentrationslagern und vieles mehr.
[…]

Soweit zum Inhalt. Und genau in diese Wunde hielt ich nun meine Finger. Zugegebenermaßen ein wenig polemisierend legte ich die Vergangenheit in die Gegenwart. Damals die Nazis, heute der Islam. Es ist natürlich nicht 1:1 zu vergleichen, doch es gibt Parallelen und auf diese wollte ich hinweisen.

Mein Kommentar:

Wie heute mit dem Islam … … man muss nur die Schriften lesen und den Protagonisten zuhören. Es wurde und es wird jeweils Klartext geredet. Damals wie heute. Wie der Publizist Sebastian Haffner in seinen Schriften bzgl. National-Sozialismus bereits anmerkte, »wer es wissen wollte, konnte es durchaus erfahren«. Und wie damals gibt es auch heute die Wegseher, die Appeaser und Gutbeter. Was es vor 1933 allerdings noch nicht gab, war eine öffentlich-rechtliche Meinungsdiktatur.

Kommentar DER ZEIT:

[Entfernt] Bitte verzichten Sie auf unsachliche Vergleiche. Danke. Die Redaktion/ag

Mein kompletter Account wurde darauf hin gesperrt.

 

Quelle:  http://der.kritisator.de/2011/meinungsfreiheit-wie-die-zeit-gezielt-leserkommentare-zensiert/

 

58 Kommentare

  1. Wernä

    “Die Zeit” ist in Sachen Meinungsdiktatur das übelste Blatt Deutschlands. Zu diesem Schluss bin ich vor ca. 3 bis 4 Jahre gekommen.
    Besonders lächerlich finde ich deren Zensurbegründung, …Bitte verzichten Sie auf Polemik…, wenn der Text auf den kommentiert wurde nur so von billigster Polemik strotzt.
    Diese Zeitung ist die Fortsetzung der DDR.

    • End-„Zeit“

      “Die Zeit” ist eine Würgeschlange der Meinungsfreiheit. Das “Kabarett Rotstift” war noch lustig-witzig und pointiert; der Rotstift der Zeit-Zensur bei Kommentaren ist reine Diktatur. Am Übelsten wirkt Franziska Kelch bei unliebsamen Kommentaren. Diese wässrig-bleiche Frau ist zwar schulerfahren – Journalismus aber hat sie nie vertieft studiert. Und so hält sie sich als Quereinsteigerin verbissen wie ein Moralapostel an die Norm im Zeit-Revier. Was nicht sein soll, gibt es nicht; und was sein soll, wird medienmässig manipuliert. Auffallend nur, dass die Mehrheit der Kommentare dem Inhalt der Zeit-Artikel oft so ganz entgegen läuft.

    • Wer auf den Islam kacken will, darf das bei faz.net machen. Natürlich sind Löschungen nervig. Ganz übel sind die Rausschmisse. Die werden auch nach einem Jahr nicht zurückgenommen. Man muss zu Kreuze kriechen und kriegt dann noch mit etwas Pech einen mütterlichen Klaps.

  2. Gerd HELLMOOD

    Mit der Gürtellinie ist das so eine Sache. Wenn in den Köpfen der Leute scheinbar keiner mehr wohnt, hat man zuweilen den Eindruck, es bliebe nichts anderes übrig, als ihnen in den ( die Nettikette bleibt gewahrt ) zu treten. So what? Besser dahin als gegen den Kopf. da lässt sich schon allein mit Worten oft erheblicherer (und vor allem, bleibender) Schaden anrichten.
    Wenn nun der Moderator der Zeit Ihren (wir wissen es beide) provokant “polemisierenden” Vergleich in Ihrem Kommentar und damit denselben selbst nicht zugelassen hat, dann geschah das aus m.E. gutem Grund, wenngleich derselbe ihn zunächst wohl selbst noch nicht formulieren konnte. Das dürfte jedenfalls nichts mit “political correctness” zu tun haben – ich denke diesbezüglich sind wir uns ja einig. Vielmehr geht es doch wohl um die Singularität des Jahrtausend-Verbrechens auf deutschem Boden – ignoriert und zugelassen seinerzeit durch weite Teile dessen Bevölkerung. Jedweder Vergleich ist da einfach nicht statthaft. In der Summe führt derlei zu dem, was ich einem Angeblichen “Künstler” über den wir uns schon einmal unterhielten, wegen seiner Hakenkreuz-Schmierereien vorzuwerfen habe, nämlich zur Relativierung und letztendlich zur Verharmlosung. Es ist die “Verherrlichung” nationalsozialistischer Symbole aus gutem Grunde verboten. Die Verharmlosung ist aus meiner Sicht nicht minder gefährlich. Das, in dieser Breite auszuführen hatte der gute Mann in der Online-Redaktion letztlich wohl auch nicht die Zeit.
    Beste Grüsse

    • Der Kritisator (Autor)

      Jedweder Vergleich ist da einfach nicht statthaft.

      Da bin ich ganz Ihrer Meinung, und nachgerade mich stört es, wenn ständig mit der Nazikeule geschwungen wird und Sie wissen sicherlich auch, welche politische Seite sehr inflationär damit umgeht.

      Nun zurück zu meinem »Vergleich«. Was vergleiche ich? Ich vergleiche nicht das Ergebnis (bez. des kommenden steht dieses ja noch aus und ist in seiner »Singularität« noch nicht zu bemessen), sondern das »Hätte-Wissen-Können«. Das »Hätte-Wissen-Können« damals mit dem »Hätte-Wissen-Sollen« von heute. Insofern ist mein Vergleich wohl weniger eine Verharmlosung eines immer bemühten Verbrechens, sondern ein Versuch, den Spiegel denjenigen vorzuhalten, welche das Jetzt verharmlosen. So war es jedenfalls im Sinne des Verfassers.

      P.S.
      A propos Hakenkreuz, mir fällt ein, dass Friedensreich Hundertwasser ebenfalls das Symbol in seinen Arbeiten verwendete; es dürfte wohl weniger kommerzielles Kalkül dahinter gestanden haben wie bei J. M. Er argumentierte dahingehend, dem Ursprung seine Beudeutung wieder zurück geben zu wollen, indem er es ständig zitierte. Er schrieb auch damals noch verpönte Wörter wie »Deutschland« usw.

      • Gerd HELLMOOD

        Was der Autor, mithin Sie im Sinn hatte, schwebte mir ja schon durchaus vor. Das aber deshalb, weil ich etwas erstmal so stehen lassen kann, dann darüber nachdenke, die Angelegenheit von mehreren Seiten betrachte (so auch aus Sicht des Moderators), etc. Aufmerksamkeit und Sorgfalt gehen leider oft unter in solchen Diskussionen. Mir liegen reflexhafte Antworten nicht so sehr. Und eine Debatte betrete ich ohne Nazikeule – ich habe, glaube ich, nicht einmal eine im Werkzeugkasten. So frage ich garnicht erst, warum Sie nicht zwischen Islam und Islamismus unterscheiden. Das geht ja aus dem bei Ihnen eingestellten Film “Drei Dinge über den Islam…” hervor. Ich weiss nicht ob das so stimmt, aber ich weiss, warum ich diese Frage erst garnicht stellen muss. Das alles sind Dinge, die eben der Moderator mit Recht nicht bei jedem voraussetzen kann und deshalb wohl einschreitet, weil die Diskussion einen anderen, von der Thematik mehr und mehr abweichenden Kurs hätte annehmen können. Das war es was ich mit meinem Kommentar anmerken wollte.
        Was nun die eifrige Verwendung des Hakenkreuzes in Kreisen, die sich Künstler schimpfen angeht, muss ich bemerken, dass das ein Hantieren mit den toten Erregern eines Impfstoffes, für ein Virus ist, das längst mutiert ist, soll heissen sein Äusseres verändert hat und eben keine Heldentat. Die Kunst erlaubt den Tabubruch. Ja, sie fordert ihn sogar, wenn er vonnöten ist. Sich den Tabubruch zur Attitude zu machen ist m.E. zum Mindesten pubertär. Diese Herrschaften sollten die Lattenzäune von Kindergärten bunt anstreichen, aber doch bitte schön unsereinen in Ruhe lassen mit ihrer G’schaftlhuberei.

        • Der Kritisator (Autor)

          So frage ich garnicht erst, warum Sie nicht zwischen Islam und Islamismus unterscheiden.

          Ungefragt möchte ich dennoch antworten, wenn Sie erlauben.

          Ich weiß nicht ob es heilsam ist, zwischen Islam und sog. Islamismus zu unterscheiden. Bis dato tue ich es jedenfalls nicht, das ist korrekt. Vielleicht lasse ich mich auch irgenwann wieder umstimmen. Dazu bedürfte es allerdings einschlägiger Geschehnisse, welche meine Meinung ändern könnten. Mit gebetsmühlenartiger Agitation à la »Der Islam gehört zu Deutschland«, »Der Islam ist Frieden«, usf. wird man mich nicht überzeugen können und macht selbst den sog. Islamismus (welcher ja nicht abgestritten wird) auch nicht zum Islam.

          Wenn nun parallel dazu in Deutschland die Scharia sukzessive eingeführt wird, schwindet mein Gutglaube gänzlich dahin. Das jüngste Beispiel ist die Zulassung desBurkinis in NRW. Auch vorauseilender Gehorsam, um mutmaßliche Ausschreitungen zu vermeiden, wie etwa die Absetzung von Mozart-Opern in Berlin, scheint eher meine Sicht der Dinge zu untermauern. Vor wenigen Wochen verzichtete die Universität Stuttgart auf einen Vortrag plus Diskussion zum Thema »Verfolgung, Vertreibung und Vernichtung der Christen im Osmanischen Reich 1912-1922«. Begründung: Man wolle »neutral« bleiben. Das ist passive Geschichtsklitterung. Widerstandslos wird hingenommen, dass Moscheen nach Eroberern der türkisch-osmanischen Geschichte benannt werden: Sultan Selim I., Mehmet II. usw. Das ist in etwa so, als eine Kirche in der Tükei nach einem Kreuzritter zu benennen. Aber glauben Sie mir, die Türken lassen sich das nicht gefallen und das ist auch gut so!

          Diese real existierenden Fakten häufen sich täglich, man muss nur die Augen und Ohren offen halten und dann interpretieren, wie eben jener Protagonist dieses Artikels des ZEIT-Artikels hier.

          Die von mir vorgebrachten Beispiele sind nun keineswegs Extremistenaktionen udg., sondern mehr oder minder »offizieller Islam«, – ohne überhaupt die Taqiyyabemühen zu müssen. So lautet doch derzeit die runtergebrochene Gleichung: Salafisten (und selbst das sind nicht wenige) = Islamismus, alles andere, der Rest, gehört zum mehr oder weniger normalen, »gemäßigten« Islam, auch Euro-Islam genannt. Insofern fällt auch der Zentralrat der Muslime zum offiziellen, ergo nicht islamistischen Islam.

          Und just der Generalsekrätär eben jenes Zenralrates, Aiman Mayzek, erzählt vor laufenden Kameras, dass Scharia und Grundgesetz miteinander vereinbar seinen, ohne dafür im Gefängnis zu landen. Auch hierzu ließen sich massenweise Beispiele zeigen.

          Kufr sind wir ohnehin alle – und die Unterscheidung zwischen Islam und Islamismus halte ich für bedenklich, wenn nicht gar für gefährliche Propaganda.

          Mustafa Kemal Atatürk

          Seit mehr als 500 Jahren haben die Regeln und Theorien eines alten Araberscheichs (Mohammed) und Generationen von schmutzigen und unwissenden Pfaffen in der Türkei sämtliche Zivil- und Strafgesetze festgelegt. Sie haben die Form der Verfassung, die geringsten Handlungen und Gesten eines Bürgers festgesetzt, seine Nahrung, die Stunden für Wachen und Schlafen, Sitten und Gewohnheiten und selbst die intimsten Gedanken.

          Der Islam, diese absurde Gotteslehre eines unmoralischen Beduinen, ist ein verwesender Kadaver, der unser Leben vergiftet.
          Die Bevölkerung der türkischen Republik, die Anspruch darauf erhebt, zivilisiert zu sein, muss ihre Zivilisation beweisen, durch ihre Ideen, ihre Mentalität, durch ihr Familienleben und ihre Lebensweise.

  3. Dieter

    Ich teile die Meinung bezüglich Erdogan nicht in dieser Form, allerdings kann ich die Zensur bei ZEIT online bestätigen. Oft ist die Löschung von Kommentaren sicher berechtigt, allerdings gibt es auch Fälle, bei denen sachliche Kommentare die einfach nicht der offiziellen Linie der Zeitung entsprechen gelöscht werden.

    Inzwischen ist man bei ZEIT.de sogar soweit, dass man Accounts ohne jegliche Begründung löscht. Die dazugehörigen Kommentare aber stehen bleiben?!

    Gerade in letzter Zeit bezüglich dem Libyen Einsatz ist das wohl öfters passiert. Da werden jahrelange Benutzer dann einfach gelöscht, weil sie die Meinung der Mainstream bzw. Systempresse nicht teilen. Gerade bei heiklen aussenpolitischen Themen hat die ZEIT da überhaupt keine Hemmungen wahllos und unbegründet zu zensieren.

    • Der Kritisator (Autor)

      Die Zensur folgt dem einfachen Prinzip der Linientreue. Was zur politischen Gesinnung passt, bleibt (wenn nicht gerade beleidigend formuliert) stehen, alles andere wird zensiert. Die ZEIT bildet da allerdings keine Ausnahme.

      Interessant aber ist, dass sich trotz Zensur eine grobe Mehrheit der ZEIT-Leser als nicht Meinungskonform gegenüber der ZEIT heraus kristallisiert. Ob der ZEIT ihre eigenen Leser egal sind?

  4. Ein Zensierter

    Das mit der Zensur auf Zeit kann ich bestätigen, bei manchen Artikeln reicht es zweimal zu widersprechen und da wird direkt der Account gelöscht.

  5. Ein ebenfalls Zensierter

    Ja, ich kann von ähnlichen Erfahrungen berichten. Vor allem wird Russland mit allem was dazu gehört protegiert. Entsprechende Berufskommentatoren können sich dort austoben, in Polemik und Ironie üben und sogar Drohungen aussprechen.

    Versucht man zurückzupfeffern, dann begibt man sich in ganz gefährliches Gewässer – und schwupps: “Enfernt: Bite verzichten Sie auf Polemik. Danke, die Redaktion/Is”.

    Andere schreiben vom Zarenreich, aber selbst bekommt man: “Entfernt: Bitte beachten Sie das konkrete Artikelthema. Danke, die..”. oder “Entfernt: Bitte diskutieren Sie das konkrete Artikelthema. ..” oder “Entfernt: Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen. Danke..” – wenn man über das einseitige Zensurgebaren der Zeit selbst schreibt.

    Dann heißt es bei unliebsamen Aspekten auch, falls Sie sich in Antworten wiederfinden: “Enfernt: Der Kommentar, auf den Sie sich beziehen, wurde moderiert. Die Redaktion”.

    Bei der Zeit wird nichts zensiert – es heißt dort “moderiert”.

    Anfangs wurde bei mir auch sinnverkehrend gekürzt. So wurde aus Ironie Klartext.

    Und jetzt noch einmal der Link zu den Leuten, die Ihren Informationskrieg dort unmoderiert zum Besten geben können:http://www.welt.de/politik/ausland/article4246400/Sommercamp-mit-Pop-Putin-und-Gehirnwaesche.html

    Ein Vorschlag, die Anzahl von Postings pro User zu begrenzen, wurde deshalb natürlich auch sofort weggeXt.

    Entweder die haben bereits Maulwürfe in der “Moderation” oder es kommt von “Helmut”, ganz nach dem Motto: Russland, so ein großes Land, braucht harte Hand.

    Na gut – einen hab’ ich noch bevor ich zum Fazit komme – weil Zeit.de wirklich ein Ärgernis ist: Schreibt jemand sinngemäß zu einem Israel-Artikel: “Israel ist scheiße, Iran ist klasse, usw.” und darauf antwortet eine Israelin, dass die Hinrichtung von Kindern und das legalisierte Verätzen im Iran ja wohl auch nicht ganz koscher ist.
    Und dann? Sobald die Redaktion aus dem Bett gestiegen war: “Entfernt: Bitte verzichten Sie auf Polemik. Danke, die ..”.

    Und die nun tatsächliche Polemik folgte prompt und steht bis heute: “Hallo, können Sie bitte wiederholen, was Sie geschrieben haben. Ich konnte es nicht lesen, da die Zeit es gelöscht hatte, bevor ich es lesen konnte. mfg sonnenbrand”
    Vielleicht kann man diesen Vorgang noch eine zeitlang sehen über:http://community.zeit.de/user/israelin – sofern das Account noch länger steht.

    Fazit: Hier wird ein Doppelspiel betrieben: Vorweg die Artikel, die mal so oder so politisch eingefärbt sind – aber “halbwegs” seriös. Aber dann im Kommentarbereich wird alles wieder wettgemacht. Eine Plus-Minus-Rechnunung.

    Ergo: Die Zeit liebt Putin, die Zeit hasst Israel, .. , die Zeit ist kein seriöses Blatt, sondern übermäßig politisch instrumentalisiert.

  6. Ehemaliger Zeitleser

    Boykottiert die ZEIT!

    Ich lese die ZEIT, die ich früher nicht in meiner jugendlichen Ignoranz recht gerne gelesen haben, überhaupt nicht mehr. Dieses Freimaurerblatt (oft als einziges deutsches Blatt auf der Bilderbergerversammlung vertreten) sollte man wegen seiner rigiden Zensurpraxis nicht auch noch finanziell durch den Kauf einer Zeitung unterstützen. Die “gutmenschliche” Heuchlerei der Zensoren, die auch noch moralisch herablassend sind, wenn sie Andersdenkende aussperren ist wirklich nur noch infam!

    Selbst ein Fisch will nicht in so ein mieses Blatt eingehüllt werden.

  7. Joachim Haupt

    So ist es. Ich zähle meine Alias bei ZEIT Online schon gar nicht mehr, 10 Stück sind es bestimmt gewesen. Denn natürlich wird nicht nur dreist wegzensiert, schwuppdiwupp ist (vollkommen ohne Begründung) der ganze Account weg. Manchmal ohne dass man den Grund auch nur ahnt. Dabei bin ich absolut kein Troll oder sowas, bei Telepolis habe ich seit gut 10 Jahren den selben Account und oft grüne Kommentare. Ich kommentiere bei ZEIT überhaupt nur noch, um ein bisschen Gegenöffentlichkeit gegen die neoliberale Propaganda zu bieten.

    Was bei ZEIT besonders ärgerlich ist: die Zensurabteilung ist nicht nur besonders bemüht politisch absolut korrekt zu sein, was jegliche interessante Diskussion abwürgt, sie scheint auch nicht mit den hellsten Köpfen besetzt zu sein.

    So wurden z.B. Bibelzitate wegzensiert mit dem Verweis auf das Urheberrecht oder man liest Begründungen wie “argumentieren sie nicht pauschal” (Hä?), “vermeiden sie provokante Äußerungen” (subjektiver gehts kaum) oder ganz beliebt “bleiben Sie beim Artikelthema” (auf der 10-ten Kommentarseite, mitten in einer interessanten Diskussion).

    Eine Art und Weise erwachsenen Leuten derart übers Maul zu fahren, dass man es kaum glauben kann.Bei ZEIT Online versteht man es (ähnlich wie die Löschadmins bei Wikipedia) die Leute gegen sich aufzubringen: Kleinlichkeit, Verblendung, großzüges vernichten investierter Zeit.

    • Der Kritisator (Autor)

      Vielen Dank für Ihren Kommentar.

      Interessant, wenn nicht gar verwunderlich, finde ich Ihre Sichtweise, die, sofern ich Sie richtig verstanden habe, gänzlich konträr zu meiner bzgl. der Ausrichtung der ZEIT steht, wenn Sie folgendermaßen argumentieren:

      Ich kommentiere bei ZEIT überhaupt nur noch, um ein bisschen Gegenöffentlichkeit gegen die neoliberale Propaganda zu bieten.

      Ich finde die ZEIT in etwa so »neoliberal« wie Ayn Rand sozialistisch gewesen ist.

      Anbei ein paar Artikelschlagzeilen von ZEIT online:

      Warum begreifen die Kapitalisten nicht, daß sie untergehen?
      Elmar Altvater: Man kann sich den Kapitalismus abgewöhnen!
      Kapitalismus muß wieder zivilisiert werden!
      Christa Wolf, Brennglas DDR, Sozialismus, Kapitalismus!
      Slavoj Žižek, Superstar der Kapitalismuskritik!
      Formel für ein besseres Leben ohne Geld!
      China träumt wieder von Sozialismus!
      Weg mit dem ganzen Kapitalismus-Ballast!
      Gandhi hilft bei Zähmung des Kapitalismus!
      Abschied vom Wachstum!
      Wir Sozialisten!
      Ein Sozialismus ohne Moskau!
      Sahra Wagenknecht: Begrenzt die private Wirtschaftsmacht!
      Arundhati Roy: Das Ende des Kapitalismus naht!
      Die Linke Sahra Wagenknecht und Christdemokrat Heiner Geißler schaffen gemeinsam den Kapitalismus ab!

      • orientierung202

        Ich denke, dass man sich den klaren Blick dadurch versperrt, dass man versucht, mit überholten Begrifflichkeiten wie “neoliberal” und “sozialistisch” die aktuelle Entwicklung zu fassen.

        Vermutlich lag da der alte Plato mit seiner Deduktion, dass auf eine aus dem Ruder laufende Demokratie totalitäre Systeme folgen, und Huxley und Orwell mit ihrer romanhaften Dystopie der Realität um einiges näher, als sich das Marx oder die Neoliberalen träumen ließen.

        Ich sehe eher eine Zweiteilung der Macht:

        globale Konzerne, die das Leben verwalten und bestimmen, da sie es ja auch ermöglichen – oder wessen Nahrungsmittel kaufen Sie? Es gibt weltweit gerade mal 10 (!), die uns alle versorgen. Dank einer zunehmenden Technisierung werden künftig weniger Arbeitskräfte benötigt. Weniger Nachwuchs aus prekären Familien liegt so ganz im Interesse, denn er wird nicht gebraucht und stellt in der arbeitslosen Form eine Gefahr für die Sicherheit und die Umwelt dar – und damit für die wenigen, die das Rad drehen. Auch als Konsument ist er nicht mehr so interessant, seit man gefunden hat, dass sich Geld auch im Kasino erzeugen lässt und damit von einer Produktion ziemlich unabhängig erzeugt werden kann.

        Staaten haben global die Aufgabe, den Rest, der nicht für Konzerne arbeitet, zu verwalten. Es ist nicht einsehbar, weshalb dieser Rest mitreden können sollte, oder? Man beschäftigt ihn mit moralischen Gefühlen gegenüber irgendwelchen Prominenten und mit sonstigen moralischen Themen.

        Ich glaube nicht an Verschwörungen. Das ist überhaupt nicht notwendig wenn man davon ausgeht, dass jeder konsequent einfach nur seine Interessen vertritt. Wie hat Warren Buffet so schon gesagt? “Meine Klasse führt Krieg gegen Ihre Klasse, und meine gewinnt gerade.” Ich denke, dass er das begriffen hat, ganz unpräteniös. Wie der Kabarettist Nico Semsrott, interessanterweise.

        Ayn Rand hätte bei der ZEIT kein Bein auf den Boden gebracht;-) . Warren Buffet auch nicht!

        • orientierung202

          Noch ein Buchtipp, der mit meiner “Theorie” harmoniert:

          Gekaufte Zeit
          Die vertagte Krise des demokratischen Kapitalismus
          von Wolfgang Streeck

          Ein Buch, das übrigens in der letzten ZEIT ziemlich verrissen wurde. Aber immerhin: sie nehmen es – noch – zur Kenntnis dort;-)

          • Der Kritisator (Autor)

            Danke für den Tipp. Wenn ich einen Lesetipp zurück geben darf; als Alternative zum Einheitsbrei der Mainstreamer: Den Autorenblog Die Achse des Guten. Mein täglich Brot. Mittlerweile finde ich die Zeit einfach nur noch peinlich. Jüngstes Beispiel: Das Thema Amazon und das Gedankenspiel der »Zerschlagung« des Unternehmens.

            • orientierung202

              Natürlich gerne, vielen Dank.

              Ich bin eigentlich im Nachgang ganz froh über die Sperrung – man verfällt (so merkwürdig das klingen mag) bei soviel Nonsens in dem Blatt leicht dem “Herlfersyndrom”, das mit anderen Meinungen / Tatsachen “ausgleichen” zu wollen. Was Blödsinn ist, aber trotzdem: ich bin eigentlich froh, dass ich das jetzt gar nicht mehr kann.

              Was mich jetzt noch interessiert ist die rechtliche Seite: wenn man sich mal die Nutzungsbedingungen ansieht, dann ist das eine Blankovollmacht für die ZEIT. Und man hat keine Chance, da irgendwas zu verhindern (analog Facebook) oder irgendeinen Missbrauch auch nur zu erfahren. Jedenfalls werde ich mich mit der Kombination aus BDSG, UrhG und TMG mal beschäftigen. Kann nicht schaden, draus zu lernen.

            • orientierung202

              Öhh: Sie wissen schon, dass Josef Joffe DORT einer der Autoren ist, oder? Was mir egal ist, ein paar andere Namen fand ich durchaus lesenwert.

              • Der Kritisator (Autor)

                Der hat dort aber schon lange nichts mehr geschrieben. Davon abgesehen, ist er ja noch einer der erträglicheren unter den Zeit-Autoren.

        • Der Kritisator (Autor)

          Vermutlich lag da der alte Plato mit seiner Deduktion, dass auf eine aus dem Ruder laufende Demokratie totalitäre Systeme folgen, und Huxley und Orwell mit ihrer romanhaften Dystopie der Realität um einiges näher, als sich das Marx oder die Neoliberalen träumen ließen.

          »Schöne neue Welt« und »1984« sind im Anmarsch! Demokratie ist bereits Diktatur, nur wird sie mit der Zeit immer diktatorischer. Dies ist systemimmanent.

          Globale Konzerne, die das Leben verwalten und bestimmen, da sie es ja auch ermöglichen – oder wessen Nahrungsmittel kaufen Sie? Es gibt weltweit gerade mal 10 (!), die uns alle versorgen.

          Gibt es hierzu eine Quelle? Ansonsten, siehe weiter unten.

          Dank einer zunehmenden Technisierung werden künftig weniger Arbeitskräfte benötigt.

          Die Arbeitsplätze werden nicht unbedingt weniger. Sie verteilen sich bloß in Richtung Dienstleistung oder andere Bereiche.

          Auch als Konsument ist er nicht mehr so interessant, seit man gefunden hat, dass sich Geld auch im Kasino erzeugen lässt und damit von einer Produktion ziemlich unabhängig erzeugt werden kann.

          Das mit dem Kasino stimmt. Aber es wird nicht ewig funktionieren. Die Weichen des Kasinobetriebs aber stellt die Politik. Thema: Staatsmonopolistisches Fiat Money.

          Staaten haben global die Aufgabe, den Rest, der nicht für Konzerne arbeitet, zu verwalten.

          Hier muss ich scharf widersprechen. Sie machen den Bock zum Gärtner. Die Staaten, ergo die Politik, ist nicht des Problemes Lösung, sondern deren Ursache. Denn nur die Politik hat die »Legitimation«, Geld, Macht, Einfluss und Gerichtsbarkeit, gerade so wie ihr es je nach Sachlage dienlich ist, umzu(fair)teilen. Das Grundübel sind nicht die Konzerne, sondern erst die Verküngelung zwischen beiden: Politik UND Industrie.

          Ayn Rand hätte bei der ZEIT kein Bein auf den Boden gebracht;-) . Warren Buffet auch nicht!

          Niemand von beiden hätte das je beabsichtigt. :-)

          • orientierung202

            KEINE Ahnung, wie man hier die Zitierfunktion findet? Dann mal von Hand:

            Gibt es hierzu eine Quelle? Ansonsten, siehe weiter unten.

            gibt es, ich weiß aber nicht, ob ich die verlinken darf. Es handelt sich nach meinen Infos um Nestle, PG, Johnson&Johnson, Unilever, Mars, Wrigley, Kraft, Pepsico und CocaCola.

            Die Arbeitsplätze werden nicht unbedingt weniger. Sie verteilen sich bloß in Richtung Dienstleistung oder andere Bereiche.

            das halte ich für eine Legende (wie den Fachkräftemangel). Was entsteht, das sind prekäre Jobs im Ressourcenbereich, nix sonst. Eine weitere DL sind die Symbolexperten, die sich qua Stallgeruch aber von “oben” auffüllen. Bleiben noch Sicherheitskräfte und ITler in gewissem Umfang. Alles aber nix für die Inhaber der bislang einfachen Stellen, die automatisiert werden. Kennen Sie Gunter Dueck, den IBM-Strategen? Ich habe gerade keinen Link zur Hand, aber suchen Sie den mal auf YouTube – der Vortrag bei einer ZVEI-Veranstaltung.

            Das mit dem Kasino stimmt. Aber es wird nicht ewig funktionieren. Die Weichen des Kasinobetriebs aber stellt die Politik. Thema: Staatsmonopolistisches Fiat Money.

            warum nicht ewig? Auch hier die Empfehlung Richtung Youtube: Pelzig und die GoldmanSachs Zusammenhänge.

            Hier muss ich scharf widersprechen. Sie machen den Bock zum Gärtner. Die Staaten, ergo die Politik, ist nicht des Problemes Lösung, sondern deren Ursache.

            DAS haben Sie falsch verstanden: das war keine Wunschvorstellung, die ich da äußere, sondern meine Auffassung der Realität: der Bock IST der Gärtner, so wars gemeint.

            Denn nur die Politik hat die »Legitimation«, Geld, Macht, Einfluss und Gerichtsbarkeit, gerade so wie ihr es je nach Sachlage dienlich ist, umzu(fair)teilen. Das Grundübel sind nicht die Konzerne, sondern erst die Verküngelung zwischen beiden: Politik UND Industrie.

            Die Politik hat das Recht über die Geldversorgung längst privatisiert. Macht hat mit Eigentum zu tun: wir wären erstaunt, wie erfolgreich die Privatisierungen der Vergangenheit waren und wie wenig deutsche Infrastruktur dem Staat noch gehört. Und wovon meinen Sie, hängt die Politik ab? Nicht nur von der Lobby, die die Gesetze schreibt.
            Kleine handgemachte Probe: spricht die Industrie davon, politikkonform zu sein oder die die Politik davon, marktkonform sein zu müssen?? Der Konzern sucht sich das Land “raus”, die Politik hat keine solche Wahl. Nochmal der Verweis auf meinen Buchtipp – Streeck kommt darin auf seine Art zu ganz ähnlichen Schlüssen.

            • Der Kritisator (Autor)

              das halte ich für eine Legende (wie den Fachkräftemangel). Was entsteht, das sind prekäre Jobs im Ressourcenbereich, nix sonst.

              Das sei alles mal dahin gestellt. Aber was wäre daraus Ihre Konsequenz? Die Technologie zurückfahren, die Unternehmer mit Hilfe »guter« und »gerechter« Politiker abschaffen?

              warum nicht ewig? Auch hier die Empfehlung Richtung Youtube: Pelzig und die GoldmanSachs Zusammenhänge.

              Weil das System an die Wand fahren wird. Fraglich ist nur, was die Menschen daraus lernen. Momentan lernen sie, der »Kapitalismus« sei schuld daran. Und diesen haben wir mitnichten.

              Die Politik hat das Recht über die Geldversorgung längst privatisiert. Macht hat mit Eigentum zu tun: wir wären erstaunt, wie erfolgreich die Privatisierungen der Vergangenheit waren und wie wenig deutsche Infrastruktur dem Staat noch gehört. Und wovon meinen Sie, hängt die Politik ab? Nicht nur von der Lobby, die die Gesetze schreibt.
              Kleine handgemachte Probe: spricht die Industrie davon, politikkonform zu sein oder die die Politik davon, marktkonform sein zu müssen?? Der Konzern sucht sich das Land “raus”, die Politik hat keine solche Wahl. Nochmal der Verweis auf meinen Buchtipp – Streeck kommt darin auf seine Art zu ganz ähnlichen Schlüssen.

              Aber hier beißt sich doch der Hund in den Schwanz. Das ist es doch, was ich beschreibe: die Vermachtung von Politikund Industrie, Sie nennen es »Private«. Wenn die Politik erst gar kein Recht besäße, Gesetze für die »Privaten« zu schreiben, ja wie soll dann Macht entstehen, wenn die Unternehmen (Private) gezwungen sind, auf freien Märkten untereinander zu konkurrieren? Der Ökonom Franz Böhm sagte hierzu: Der Wettbewerb ist das genialste Entmachtungsinstrument der Weltgeschichte. Ich habe selbst lange an das böse Privateigentum und die noch böseren Konzerne geglaubt. Ich halte es für ein ideologisch motiviertes Märchen, welches seit Marx von Mund zu Mund erzählt wird. Es funktioniert noch immer, weil es auf den ersten Blick so sinnig erscheint und sich zudem einer menschlichen Schwäche bedient: dem Neid. Warum außerdem, sollte ich Politikern und Bürokraten mehr über den Weg trauen, als den »Privaten«?!

              Ihre Buchempfehlung nehme ich mir zu Herzen, wenngleich ich noch eine lange Leseliste zu bewältigen habe. Ebenso die YouTube-Videos. Derweil empfehle ich Ihnen ein 6teiliges Interview mit dem Sozialphilosophen und Ökonomen Roland Baader; es steht hier auf der Webseite zum Hören oder als Download bereit.

              • orientierung202

                Ihre Art zu argumentieren gefällt mir;-)
                Bloß gut, dass wir uns nicht auf ZEITONLINE kennen gelernt – und verloren haben.

                Alsdann – ich versuchs mal ohne Zitate und sehr verkürzt:

                1. Fachkräftemangel vs. Technologie zurückfahren
                Eben nicht, das ist nicht nötig. Die Technologie ersetzt zunehmend die sogenannten Fachkräfte. Gebraucht werden noch welche für weitere Automatisierung und für Sicherheit. Es ist durchaus im Interesse der Konzerne, hier ein Überangebot zu schaffen, um die kostengünstige Auswahl zu haben. Die Mittelschicht von morgen sozusagen. Daneben das, was ich Symbolexperten genannt habe – Rechtsanwälte, Wirtschaftsprüfer, Bänker, zur Legitimation und zum “Spiele erfinden” und spielen. Die kommen eher aus der gehobenen Mittelschicht. Aber auch hier werden Anforderungen wachsen, weil banales Wissen z.B. bezogen auf Recht ja jedem zunehmend übers Internet zur Verfügung steht. Ich empfehle dazu nochmal den Chefstrategen IBM (Dueck) auf Youtube. Wer da rausfällt – arm, krank, alt etc. – muss verwaltet werden: das allein ist die prekäre DL-Branche der Zukunft.

                2. Ewigkeit dank staatsungebundener Finanz- und Geldindustrie
                Das System fährt hier mitnichten an die Wand, im Gegenteil: es konsolidiert sich und wird weitgehend unabhängig von demokratischen (!) Störungen: mit der ständigen Krisenwarnung wird gefügig gemacht.

                3. Privatisierung ist nicht gleich privat
                mit Privatisierung meine ich das zunehmende Abgeben von staatlichen Aufgaben, die der Grundversorgung dienen, an “private” Unternehmen. Wenn wir reinrassigen Wettbewerb i.S. von Kapitalismus hätten, dann würde das Macht verhindern, das ist richtig. haben wir aber nicht. Oder wo sehen Sie z.B. die Tankstelle, die ernsthaft konkurriert? Ich habe von Marx keine Ahnung (oder bestenfalls nicht mehr als genau das, eien entfernte Ahnung), aber ich sehe nicht, dass zwischen den immer größer werdenden Anbeitern nun ein besonderer Wettbewerb um Kunden entsteht, im Gegenteil: was immer es ist, es wird immer ähnlicher, immer schlechter und immer teurer, unabhängig vom Unternehmen. Da überbietet sich keiner im Streben nach Exzellenz. Das hat mehr mit Hayek als mit Marrx zu tun: eine eigenständige Ökonomie, die faktisch dadurch die Macht hat, dass sie es ist, die sozusagen das Leben ermöglichen kann – oder nicht, auf der anderen Seite ein Staat, der die, die aus der Erwerbslogik rausfallen, auf niedrigem Niveau erhält und dafür sorgt, dass sie nicht gefährlich werden. Der Staat sozusagen als Verwaltungsapparat einer europäisch zentralen Regierung, die die Ressourcen im Sinn der Ökonomie verwaltet. Das ist die Zweiteilung, die wie ich finde längst mit atemberaubender Geschwindigkeit stattfindet. Ganz ohne Marx. Hier nochmal der Verweis auf Streeck, der das Buch geschrieben hat, das ich geschreiben hätte wenn ich könnte.

                Ich sehe hier das Primat der Ökonomie und den Staat als Mittler zwischen dieser und den Ressourcen, bestehend aus “noch- nicht” und “überflüssig” für die Ökonomie. Und das System funktioniert prächtig – auch dank der Krise. Lesen Sie auch mal die Rede von Merkel in Davos – ich finde, sie ist dort sehr ehrlich:

                http://www.bundeskanzlerin.de/Content/DE/Rede/2013/01/2013-01-24-merkel-davos.html;jsessionid=01C13A8F7E7642DAA715F39E16723827.s3t1

                In der Schlussfolgerung doch noch ein Zitat:
                “Warum außerdem, sollte ich Politikern und Bürokraten mehr über den Weg trauen, als den »Privaten«?!”

                Sollen Sie gar nicht. Ich sehe es so dass die beiden prächtig kooperieren. die brauchen sich, aber die Ökonomie hat faktisch eine Dominanz. Weil sie faktisch mehr bestimmen kann. Warum? Weil ihr zunehmend alles gehört. Der Staat sozusagen als große “Anstalt”, die die Ökonomie durchaus braucht. Was “stört”, ist nicht der Staat, sondern die Demokratie.

                Baader werde ich mir natürlich ansehen. Danke für den Tipp!!

                • Der Kritisator(Autor)

                  So, endlich habe ich ein wenig Zeit zum Antworten. So ganz werde ich nicht schlau aus Ihren Argumenten ohne Gefahr zu laufen, sie misszuverstehen. Ich kann die Argumente einfach nicht wirklich fassen, da sie mal in die eine, mal in die andere Richtung schlagen. Oft treffen wir uns, machmal sind die Positionen auch bipolar.

                  Von der IBM-Geschichte habe ich von einem Kollegen gehört. Ich denke, es ist ein »ehrgeiziger« Versuch eines Wahnsinnigen, etwas radikal Neues zu erschaffen.

                  Das System fährt hier mitnichten an die Wand, im Gegenteil: es konsolidiert sich und wird weitgehend unabhängig von demokratischen (!) Störungen: mit der ständigen Krisenwarnung wird gefügig gemacht.

                  Warten Sie’s ab! Entweder japanische Verhältnisse oder die Hyperinflation. Es dauert nicht mehr lange.

                  mit Privatisierung meine ich das zunehmende Abgeben von staatlichen Aufgaben, die der Grundversorgung dienen, an “private” Unternehmen. Wenn wir reinrassigen Wettbewerb i.S. von Kapitalismus hätten, dann würde das Macht verhindern, das ist richtig. haben wir aber nicht. Oder wo sehen Sie z.B. die Tankstelle, die ernsthaft konkurriert?

                  Eigentlich doch meine Position, oder falsch verstanden? Und so lange wir die intervensionistische Politiker haben, gibt es Machtakkumulation.

                  aber ich sehe nicht, dass zwischen den immer größer werdenden Anbeitern nun ein besonderer Wettbewerb um Kunden entsteht, im Gegenteil: was immer es ist, es wird immer ähnlicher, immer schlechter und immer teurer, unabhängig vom Unternehmen.

                  Einmal davon abgesehen, dass der Staat immer mehr von unseren Gehältern plündert (ca. 70 %), bleibt immer noch so viel übrig, dass wir recht wohlhabend leben können, gerade weil sich die Unternehmen unseres Restkapitalismus gegeneinander mit Preisen und Innovationen bekämpfen. Noch nie waren Nahrungsmittel oder Technik so günstig, trotz Geldentwertung (staatsmonopolistisches Papiergeld) und Abgabenlast. Wenn das mal keine Leistung ist …

                  Das hat mehr mit Hayek als mit Marrx zu tun: eine eigenständige Ökonomie, die faktisch dadurch die Macht hat, dass sie es ist, die sozusagen das Leben ermöglichen kann – oder nicht, auf der anderen Seite ein Staat, der die, die aus der Erwerbslogik rausfallen, auf niedrigem Niveau erhält und dafür sorgt, dass sie nicht gefährlich werden. Der Staat sozusagen als Verwaltungsapparat einer europäisch zentralen Regierung, die die Ressourcen im Sinn der Ökonomie verwaltet. Das ist die Zweiteilung, die wie ich finde längst mit atemberaubender Geschwindigkeit stattfindet. Ganz ohne Marx.

                  Wieder so ein Fragezeichen, wie ich das interpretieren soll. Es ist im Grunde meine Sicht, nur im umgekehrten Sinne bzgl. Hayek vs. Marx. Marx spukt nach wie vor im kollektivistischen Gedächnis der Deutschen rum und hat als Wohlfahrtssozialist längst bei allen Parteien (die mit der Industrie Hand in Hand gehen) Einzug gehalten. Er steht bloß als Etikette nicht mehr drauf.

                  Peter Sloterdijk:

                  Es gehört zu den desinformierenden Wirkungen der üblichen Sprachspiele über das »Soziale«, zu suggerieren, die heutige »Gesellschaft« bewege sich auf das äußerste Stadium des Beutekapitalismus zu, während wir unserem faktischen Modus vivendi zufolge […] längst in einem Semisozialismus bzw. einem socialism au ralenti angelangt sind, der seinen Namen nicht zu nennen wagt.

              • orientierung202

                … ich hab das mit Baader gerade mal überflogen: es ist lustig, erkommt anscheinend aus der entgegen gesetzten Richtung.

                Das Gefährliche sind u.U. alte Terminologien, die nicht mehr ganz passen: Keynesianmus z.B. geht von einer Steuerungsfunktion und Dominanz des Staates auch gegenüber der Ökonomie aus, die faktisch NICHT zutrifft. Was aber zutrifft, ist der Ersatz einer Fürsorgepflicht durch Bevormundungstrategien. Was für “uns” nicht schmeichelhaft ist aber konstatiert werden muss, ist, dass das VOLK für beide an Bedeutung verliert. Und warum soll ich jemanden *stören* und mitreden lassen, der ohnehin nur am Rande mitspielt.

                Aber ich werde mir den Baader noch in Ruhe anhören. Ist ganz schön viel das ….

                • Der Kritisator(Autor)

                  Entgegengesetzte Richtung? Klar, was dachten Sie, wo Sie hier gelandet sind? ;-)Für jemanden der DIE ZEIT gerade erst hinter sich gelassen hat, ist die Trennlinie natürlich noch vorhanden. Logisch, dass Sie mit eingetrichtertem Antikapitalismus im Blutkreislauf noch nach Luft ringen werden. :-)

                  Der Keynesianismus indes, ist das Schoßhündchen der Politik. Erfüllungstheorie zwecks politischem Kastenerhalt und Machtgewinnung. Das damals noch fehlende Puzzlesteinchen zur Perfektionierung der FED.

                  Es gibt viel gute Literatur zu diesem Thema, falls Sie interesseirt wären. Es finden sich übrigens Zitate von Greenspan, in denen er zugibt, was für ein Unsinn der Keynesianismus ist.

                  Im Übrigen: Dieser Blog ist gewissermaßen Zeuge meiner Wandlung vom links”liberalen” Zeit-Leser hin zum Antietatisten und Bewunderer des klassischen Liberalismus. Zu Ihren anderen Kommentaren melde ich mich später.

                  • orientierung202

                    Nun steigen Sie mal vom Pferd, Sie ;-). Die ZEIT war weder meine erst enoch meine einzige Lektüre.

                    Und lesen Sie nochmal GENAU, was ich geschrieben habe oder am besten das empfohlene Buch: mir ist es persönlich völlig wurscht, ob mich ein neoliberales Unternehmen bevormundet oder ein keynesianischer Staat: ich mag beides nicht. Und da sich beide sehr einig darin scheinen, “ihr Volk” mit festegelegter Aufgabenteilung gemeinsam zu regieren und zu verwenden (Streeck unterscheidet Marktvolk und Staatsvolk), hab ich gegen beide was. Gerade weils mir um Freiheit geht.

                    Liberalismus und Sozialismus haben eins gemeinsam: sie sind je nach Geschmackslage (eher Freiheit oder eher Gleichheit) attraktiv, aber es sind BEIDES Ideologien, schöne Vorstellungen, die noch NIE funktioniert haben und deshalb als Konzept untauglich sind. Deshalb, und auch, weil sie die heutige Realität NICHT erklären können.

                    • Der Kritisator (Autor)

                      Ihren Streeck habe ich bei Amazon vorgemerkt. Vielleicht schadet es nicht, mal wieder die Gegenseite zu lesen, wenngleich ich ob der positiven Rezensionen von Süddeutsche und Deutschladradio meine Vorurteile habe und mir fast vorstellen kann, wohin die argumentative Reise geht: Das was jetzt herrscht, wird als Kapitalismus bezeichnet und an Hand vieler Beispiele wird auf dessen Mechanismen und negativen Auswirkungen hingewiesen. Letzteres ist ja auchmeinStandpunkt; … aber schau’n wir mal.

                      mir ist es persönlich völlig wurscht, ob mich ein neoliberales Unternehmen bevormundet oder ein keynesianischer Staat:

                      Hieraus kann ich Ihnen einen Strick drehen, – natürlich ohne mich mit Ihnen anlegen zu wollen.;-)Und so müsste ich nun anfangen,IhnenBücher zu empfehlen, aber ich belasse es dabei, auf die Leseliste in der Seitenleiste hinzuweisen.

                      Der Begriff »neoliberal« ist ein Kampfbegriff der Linken und in sich doppelt verdreht. Ich will auch nicht näher darauf eingehen. Aber, zweiter Halbsatz: die heutigen sog. »neoliberale Unternehmen« und der Keynesianismus sind ein und dasselbe!!!

                      Liberalismus und Sozialismus haben eins gemeinsam: sie sind je nach Geschmackslage (eher Freiheit oder eher Gleichheit) attraktiv, aber es sind BEIDES Ideologien, schöne Vorstellungen, die noch NIE funktioniert haben und deshalb als Konzept untauglich sind. Deshalb, und auch, weil sie die heutige Realität NICHT erklären können.

                      Ich hoffe, Sie verwechseln den klassischen Liberalismus nicht mit der FDP o.ä. Er ist ebenso keine Ideologie im Sinne von Machbarkeitsvorstellungen und Utopien. Er lehnt dieses sogar energisch ab und nimmt mit dem zweitbesten Menschen vorlieb, als ihn ideologisch erziehen zu wollen. Dass er »nicht funktioniert« habe, würde ich gerne mit Beispielen belegt sehen (wenn er überhaupt irgendwo »herrschte«) – im Gegensatz zum Sozialismus, wovon es ja bis in die heutige Zeit hinein, etliche Negativbeispiele gibt. Was die »Erklärung der heutigen Realität« betrifft, empfehle ich die Schule der Österreichischen Nationalökonomie als Lektüre.

                  • orientierung202

                    DER hats begriffen:

                    “There’s class warfare, all right, but it’s my class, the rich class, that’s making war, and we’re winning.” – Warren Buffet im Interview mit Ben Stein, New York Times, November 26, 2006

                    Es geht schon lange nicht mehr um links, halblinks, rechts oder wie auch immer die überkommenen Fantasiebezeichnungen lauten. Es geht um oben – unten. Und unten, das sind wir!

                    Und der
                    http://www.youtube.com/watch?v=AQTOBrGiI_s
                    hats auch verstanden: Nico Semsrott

                    • Der Kritisator (Autor)

                      “There’s class warfare, all right, but it’s my class, the rich class, that’s making war, and we’re winning.” – Warren Buffet im Interview mit Ben Stein, New York Times, November 26, 2006

                      Ein Gewinner, ja die Inkarnation des derzeit herrschenden und politisch erzeugten Fiat-Money-Systems.

                      Es geht schon lange nicht mehr um links, halblinks, rechts oder wie auch immer die überkommenen Fantasiebezeichnungen lauten. Es geht um oben – unten. Und unten, das sind wir!

                      Eben, sag’ ich doch. Die politischen Lager sind austauschbar – bisweilen Willkür. Deshalb bin ich ja fürgar keinePolitik.

  8. Ein Zeitloser

    Ich bin gerade gekickt worden, nach einem knappen Jahr und recht vielen Beiträgen, die, ohne mich jetzt selbst loben zu wollen nach der Zahl der Leserempfehlungen doch auf einigen Zuspruch gestoßen sind.
    Konkreter Anlass war ein Kommentar von mir in Sachen “Ethikrat zur Beschneidung”.

    http://img266.imageshack.us/img266/6548/zeitethik.jpg

    Daraus wurde wenige Minuten später:

    http://img401.imageshack.us/img401/4093/zeitethik2.jpg

    und:

    http://img9.imageshack.us/img9/7729/gesperrt.jpg

    Noch ein paar Minuten später wurde die ganze Diskussion abgewürgt. Nach nur wenigen Stunden. Es lief wohl nicht in die gewünschte Richtung.

    Auf Anfrage wurde mir als Begründung mitgeteilt mein Kommentar mache Unterstellungen an den Ethikrat und übe sich in harscher Polemik.

    Wo die Unterstellung sein soll ist mir unklar.
    Und dabei triefen viele Artikel der ZEIT zu dem Thema nur so vor Polemik und Unsachlichkeit. z.B. die von Jörg Lau, oder der von Joseph Joffe.

    Aber “andere Mütter haben viel schönere Töchter”, ich bin seit einigen Jahren auch in den Heise-Foren, und die sind nach meiner Meinung ein Bollwerk der Meinungsfreiheit. Und technisch tausend mal besser.
    Ich war früher viele Jahre Abonnent der ZEIT, aber das ist auch schon eine ganze Weile her, seitdem ist es mit der ZEIT nur bergab gegangen. Josef Joffe ist anscheinend ihr Sargnagel.

    • Der Kritisator (Autor)

      Nicht Joffe allein. Da gibt es eine ganze Schactel voller Nägel bei der Zeit und nicht zu vergessen: Di Lorenzo.

      Wie man auch an Ihrer Exmaabonnierung erkennen kann, ist auch der Zeit Ideologie wichtiger als der geneigte Leser und somit Käufer. Aber das ist immerhin konsequent. Man schafft sich lieber selber ab als »kapitalistisch« zu agieren.

      Ich habe seit meiner Abbestellung die Zeit keine Minute vermisst. Ganz im Gegenteil: Gibt es doch so viele gute Alternativen.

  9. zeitkritiker

    meine sachlichen begründungen, wieso der islam nicht zu deutschland gehört, wurden mehrmals gelöscht, da sie als diskriminierend gewertet wurden.

    meine meinung, zum eigentlich wenig verfänglichen thema “bubbletea”, war anscheinend so kontrovers, dass mein profil gesperrt wurde.

  10. Mir wurde gerade zum zweiten Mal ein account bei der Zeit gelöscht. Es ist müßig, den Thread zu nennen, aber es ging um eine Kommentierung eines Fotoartikels von Eremiten, die in China (in den Zhongnan-Bergen) leben.
    Natürlich wurde ich sprich meine Kommentare, die rein sachlich, nie personenbezogen oder beleidigend, rassistisch, politisch extrem oder irgendwie verunglimpfend sind, sondern immer eine spirituell-phliosophische Geistesrichtung des Advaita vertretend, positiv und kreativ denkend waren – siehe meine Webseite http://www.einheitsbewusstsein.de. – vorher bald ein Dutzendmal zensiert,
    Das für mich Interessante ist, dass auch mein account auf der Seite “GuteFrage.net” gelöscht wurde, wo ich ausführlich, kompetent und akribisch Fragen zum Thema Meditation über zwei Jahre beantwortet habe und oft dafür gelobt wurde.
    Ich habe dann festgestellt, dass die ZEIT, die ja wirklich rigide mit der Meinungsfreiheit umgeht in Gestalt der Holtzbrinck-Gruppe ebenfalls Eigentümer der Seite “GuteFRag.net” ist! Es scheint also eine bestimmte Geisteshaltung von ganz oben in der Leitung des Konzerns manipulierend auf die Leserstimmen einwirken zu wollen.
    Für mich ist die einzige Schlussfolgerung daraus, diesen Konzern mit all seinen Produkten komplett zu boykottieren und überall, wo es mir möglich ist, deren undemokratisches Verhalten anzuprangern.

  11. DIE ZEIT wird bei mir auch boykottiert, denn Anspruch und Wirklichkeit passt da nicht zusammen. Die Zensurchefin Franziska Kelch fegt mit knallhartem Besen. Was nicht in ihr Weltbild passt, wird gnadenlos gelöscht. Sie handelt da voll mit Unterstützung von oben und das sind die, die dann in unseren Talkshows den Toleranten spielen. Am besten ist das am gnadenlosen Syrienbashing festzumachen. Die ZEIT ist da ganz meisterlich im Verbiegen. Einige ´meiner Erfahrungen habe ich auf meiner Homepage beschrieben:
    http://www.friedemann-wehr.de/12,461,franziska-kelch,tag,0.html
    http://www.friedemann-wehr.de/12,229,keine-zeit-mehr,item,0.html

  12. DschingisKhan

    Die willkürliche Zensur bei der ZEIT kann ich nur bestätigen. Besonders in den China-Themen ist die allseits bekannte Zensur ja ein ganz tolles “Aushängeschild”.

    Es waren noch gute Zeiten, als Herr Kuhn noch da war – danach ging es nur noch bergab.

    Besonders lustig ist der Text “bitte bleiben Sie sachlich” bei Kommentaren auf einen total unsachlichen und polemischen Artikel. Die schlimmsten Zensoren sind scheinbar die Zeit-Redakteure mit den Kürzeln “au” und “jp”.

  13. orientierung202

    Darf ich dem “Club” beitreten?

    Mein Account ist Mitte Februar 2013 kommentarlos gesperrt worden. Auf meine Rückfrage, weswegen, habe ich einen Monat später die folgende Auskunft erhalten:

    “Leider fielen Sie der Moderation wiederholt durch unangemessene Vergleiche mit der Judenverfolgung, Arbeitslagern u.ä. negativ auf. Darum wurde Ihr Zugang zum Kommentarbereich gesperrt. Auf diese Weise stellen wir sicher, dass unsere Netiquette durchgängig eingehalten wird.

    Ein Fall auf den das zutraf war, dass ich bei der Diskussion um die pol. Korrektheit des N-Worts in Büchern darauf verwiesen habe, dass wir ja bereits Zeiten hatten, in denen unliebsame Autoren verbrannt wurden.

    Eine angemessene Reaktion auf so einen Beitrag ist entweder ein Widerspruch von anderen Lesern oder der Moderation, die in einem eigenen Beitrag drauf hinweisen kann, dass sie den Vergleich unangemessen findet und warum. So könnte sich jeder eine eigene Meinung bilden. Das scheint aber nicht das Ziel zu sein, sondern der Zusammenhalt einer harmonisch-konformen Gemeinde, die nix “Böses” erfährt.

    Dass die Zeit den Humor besitzt, nun genau diese Logik (nicht Sperrung der Meinung, sondern Sperrung meiner Person!) auf meinen Zugang anzuwenden, das ist Chuzpe.

    Jedenfalls habe ich das Abo gekündigt und werde alles daran setzen, dass die ZEIT meine sämtlichen Daten dort löscht (auf die ich als “Urheber” übr. seitdem keinen Zugriff mehr habe). Es ist wie in diesem genialen Werk von C.G. Wells “Die Zeitmaschine”: die Eloi leben friedlich auf Erden. Ab und zu verschwindet einer, was keinen weiter kümmert.

    Ich ibn auf diesen Sperrgrund sehr stolz!

  14. Wer in Leserbriefen bei der ZEIT das Gesagte durchkaut und wiederholt, der bekommt eine Redaktionsempfehlung. Wer etwas äußert, was dem Blatt nicht in die politische Linie passt, der fliegt spätestens nach der ersten Verwarnung. Das nennt sich dann lebhafte Debatte oder freie Meinungsäußerung und die Richtschnur ist die sog. Nettiquette, die dann für alles missbraucht werden kann. Die ZEIT ist ein verkommenes Blatt geworden und verschwindet hoffentlich auch bald im Meer der Profillosigkeit.

    • orientierung202

      Ach, ich bin eigentlich ganz “dankbar” für die Sperrung. Es sit ganz offensichtlich nicht das Forum, in dem man sich frei austauschen kann. Egal.

      Brisant finde ich generell, dass über Jahrhunderte Presse- und Meinungsfreiheit immer so ungefähr das selbe waren. Man muss ers mal begreifen, dass heute die Frage ist, wer die Meinungsfreiheit VOR der Presse schützt. Lustig dazu, dass mich die ZEIT zu einer Debatte über Diskussionskultur eingeladen hatte: sie hatten einen meiner Beiträge zum Thema Debattenkultur mit einer Redaktionsempfehlung versehen. Und nun – verletzen sie die selbst.

      Das andere, was mich wundert: ich hatte nach “zeit-zensur” gegoogelt, auch in der Hoffnung, Informationen zu finden, wie evtl. andere mit der Sperrung umgegangen sind. Das ist ja doch wohl auch ein Datenschutzthema. aber ich habe komischerweise noch keinen Hinweis gefunden, dass irgendjemand nach so einer Aktion sich um den Verbleib seiner Daten gekümmert hat. Die durch die Sperre ja ausschließlich der ZEIT zu was weiß ich für Zwecekn zur Verfügung stehen.

      Das “Google+Facebook-Thema” ist eben auch hier bei ZEITOnline eines.

      Hat damit irgendwer Erfahrungen gemacht und kann sie mitteilen??

      • Der Kritisator (Autor)

        aber ich habe komischerweise noch keinen Hinweis gefunden, dass irgendjemand nach so einer Aktion sich um den Verbleib seiner Daten gekümmert hat.

        Ich denke, das müsste googlebar sein. site://zeit.de suchbegriff. So, oder ähnlich in der Syntax.

        Die von der ZEIT posaunte “Debattenkultur” ist reine Etikette, ein bloßes Lippenbekenntnis, welches in allen unfreien oder diktatorischen Systemen beobachtet werden kann. Bei solchen Begriffen muss man immer vorsichtig sein, und sich am besten reflexartig das Gegenteil davon vorstellen. In diesem Falle also “redaktionelle Einheitsmeinung”.

        • orientierung202

          Anhand der identischen Musters der Ausschlussgründe bei Ihnen und mir scheint die ZEIT insbesondere hypersensibel bezogen auf Parallelen, die man zwischen heutigen Entwicklungen und vergangenen Strukturen z.B. im Nationalsozialsimus erkennt und benennt. Sie ziehen daraus den Schluß, man wolle den Nationalsozialismus verharmlosen.

          Dass das Gegenteil der Fall ist, dass man mit diesen Vergleichen also genau vor solchen Entwicklungen warnen möchte im Sinn von “wehret den Anfängen” , kommt denen nicht in den Sinn: das Vermögen, zwischen Vergleich und Gelichsetzung zu unterscheiden, ein solches Differenzierungsvermögen ist bei der ZEIT deutlich unterentwickelt. Dabei dient es dem Erkenntnisfortschritt, solche Überlegungen zuzulassen und zu diskutieren.

          Dass das Thema ein Schwerpunkt der ZEITZensur ist könnte durchaus darauf hinweisen, dass es sich um eine vorgegebene Redaktionsmeinung handelt.

          Jeder kann sich irren, das darf auch die ZEIT.

          Was das Blatt für mich zum absoluten NoGo und zu einem in og. Sinn bedenklichen Medium macht, ist, dass dieser Standpunkt der ZEIT nicht zur Diskussion gestellt, sondern in autritärer Manier absolut gesetzt und der “Delinquent” ohne Vorwarnung rechtlos gesetzt wird.

          Das sind IDEALE STRUKTUREN für einen Missbrauch durch die falschen Leute, die Tabus bewusst errichten. Es wurde viel über PippiLangsturmpfs N-Wort diskutiert und dessen Verbannung. DAS ist eine der Auswirkungen der neuen pc und stellen Wunschfiguren der Erwachsenen dar: aus dem (vorgeblichen) “guten” Bestreben, Beleidigendes zu verbieten wird die Willkür, Unliebsames zu unterdrücken – statt sich damit argumentativ auseinanderzusetzen. Wer in solchen – legal möglichen – Verfahren innerhalb eines demokratischen Staats keine Gefahr erkennt, wem da keine Parallelen einfallen, der ist mehr als harmlos.

  15. Rene

    Die “Zeit online” hat meinen Beitrag zum heutigen Thema
    “USA rüsten Partner im Nahen Osten gegen Iran auf” gelöscht.

    Er lautete:
    “Betrug ist, dass USA
    ihre Schulden an Deutschland nicht bezahlt, aber 7,7 Milliarden Euro für Israel ausgibt!
    Deutschland produziert also für solche Staaten und hat nicht einmal was davon. Beispiel: Atom U-Boote an Israel auf Pump. Warscheinlich auf Druck der USA. “

  16. Rene

    Daraufhin wurde sogar mein Acount gelöscht! Die sind ja echt krankw. Danach hab ich Eure Seite gesehen und fühle mich bestätigt. Danke fürs dasein.

    • Der Kritisator (Autor)

      Dabei war ihr Kommentar harmlos und vertrat zudem noch die Israel/USA-kritische Grundhaltung der ZEIT.

  17. Tom

    Lieber Kritisator,

    Du hast vollkommen recht. Wie die ZEIT_Online Leserkommentare zensiert, ist unter aller Sau, eine Frechheit und Beleidigung des kommentierenden Lesers, der Zeit investiert, um einen Gedanken zum Thema beizutragen. Zwei oder drei Mal machte ich das Theater mit, bis ich begriff, wie diese Zeitung funktioniert. Seither erspare ich mir diese Sinnlosigkeit und auch das Lesen der Artikel dieser arroganten Zeitung.

    Tom

  18. Gestern, einen Tag nach der Veröffentlichung meiner beiden Lesermeinungen wurden von der ZEIT-Zensur diese Beiträge rigeros gelöscht und als rüde und im Ton vergriffen, bezeichnet. In dem Thema ging es um die Homo-Ehe.
    Ich habe in meinen beiden Beiträgen absolut keinen anderen User beleidigt oder diskreditiert. Auch habe ich weder unflätige Ausdrücke, die unterhalb der Gürtellinie liegen, benutzt. Ich habe lediglich allgemein Philosophisch-Kritisches zur Homo-Ehe angemerkt.
    Ich dachte bis dahin immer, die ZEIT sei eine seriöse und tolerante Zeitung. Da bin ich nun eines besseren belehrt worden. Diese Zeitung duldet absolut keine andere Meinung als die, die ihr gerade in den Kram passt. Da kann man noch so neutral und logisch argumentieren – die “neuen” Inquisitoren sind da absolut gnadenlos. Nach außen versuchen sie ein weltoffenes tolerantes Gehabe zu vermitteln, nach innen aber aber sind sie ideologisch verbrämt und linientreu. Diese Zensuren wären sicherlich gute Nazis geworden. Vom Segen der Meinungsvielfalt in einer Demokratie sind sie aber Lichtjahre entfernt.
    Ich habe in der Community @zeit.de darüber meinen Unmut und meine Verärgerung geäußert. Weiß hier jemand, ob darauf geantwortet wird? Außerdem würde mich interessieren, ob die Sperrung für immer oder nur zeitlich begrenzt ist?
    Mit folgendem Text habe ich mich bei der ZEIT beschwert:

    “Liebe Zensoren,
    Sie schreiben, ich hätte einen rüden Ton in meiner Lesermeinung gewählt. Diese Ausdrucksweise ist natürlich nur ein Vorwand meine Meinung zu unterdrücken, weil Sie Ihnen nicht passen. Das ist sehr schade und für die ZEIT ein Armutszeugnis.
    Genau das, was ich in meiner Meinung ausgedrückt habe, haben Sie getan: Sie haben mich diskriminiert und mundtot gemacht in Oberlehrermanier.
    Warum?
    Wenn habe ich beleidigt?
    Habe ich unflätige Ausdrücke gebraucht?
    Habe ich einen anderen Teilnehmer diskreditiert oder angegriffen?
    Absolut nicht. Das wissen Sie auch! Sie lassen nämlich nur solche Meinungen zu, die Ihnen in den Kram passen. In diesem Fall sind das meistens positive bzw. unkritische Äußerungen zur Homo-Ehe, aber auch Meinungen, die Andersdenkende lächerlich machen bzw. bespötteln.
    Ich bin kein Anhänger der Homo-Ehe. Diese Meinung darf ich haben und werde ich auch dann sagen, wenn es anderen nicht in ihr Selbstgezimmertes Weltbild passt.

    Warum werden bei diesem Thema so viel User zensiert und gelöscht? Die Homo-Ehe ist und bleibt ein Reizthema und darauf sollten Sie sich auch in diesem Blog einstellen. Übrigens Meinungsvielfalt ist ein Merkmal einer funktionierenden Demokratie. Ich habe fast alle Einträge in diesem Blog gelesen und sie spiegeln mit einigen kleinen Ausnahmen mehr oder weniger Ihren so gewollten Mainstrom wider.

    Die “Diktatur des Relativismus” ist bei Ihnen schon voll angekommen. (Dieser Ausdruck stammt übrigens von Benedikt XVI). Das ist aber für mich nichts Neues. Es zeigt letztendlich die Intoleranz einer angeblich so toleranten Gesellschaft und gibt letztendlich meinem ach so rüden und bösen Satz recht:
    “Wer sich dann immer noch dagegen sperrt, wird mit Verachtung bestraft, aus der Gemeinschaft der anständigen Gutmenschen ausgeschlossen und mit juristischen Mitteln zum Schweigen gebracht werden”.”
    Würde mich über Antwort freuen.

    • Lieber Micha,
      wenn ich das so verfolge, dann hagelt es täglich einige Beschwerdebriefe bei der ZEIT, die nicht mal ordentlich beantwortet werden. Franziska Kelch wacht als Chef-Cerberus über die Leserbriefe. Was unangenehm und nicht langweilig ist, wird gnadenlos gelöscht. Meinungsfreiheit ist ein kappes Gut, das die ZEIT nur dann anbietet, wenn man den Mainstreamkäse schön brav nachbetet und politisch brav korrekt bleibt. Mit anderen Worten: wenn man so schreibt wie die.

      • Micha4.1

        Lieber Welehamm,
        danke. Es macht mich nun etwas gelassener nach Deiner Info. Da bin ich also nicht der einzige! Das ist gut zu wissen und gibt mir wieder etwas Mut. Mit der Löschung hatte ich nämlich nie gerechnet. Bei WEB.de wurde ich auch schon gelöscht, aber bei einem anderen Thema. Dort geht es ebenfalls gut zur Sache. Auch hier ist Sachlichkeit ein großes Ärgernis. Aus diesem Grund versuchte ich es bei ZEIT-online; ich vermutete hier eine größere Toleranz, da ich die ZEIT als eine liberale Zeitung in Erinnerung hatte. Aber weit gefehlt. Noch schlimmer als bei WEB.de.
        Eigentlich ist es unglaublich, was sich hier bei ZEIT online abspielt – wenn man etwas länger darüber nachdenkt. Da wird einem angeboten, die eigene Meinung kundzutun, indem großzügig Raum für die Meinung der Leser offeriert wird, sich zu äußern über irgendein aktuelles Thema, und dann – hat man das getan – wird genußvoll zensiert. Als ob nur darauf gewartet wird, einem seine ach so tolle und überragende Macht zu demonstrieren und aufzudrücken. Ist das nicht paradox?
        Wahrscheinlich muss es ein ungemeines Lustgefühl für Franziska Kelch sein, mit einem Klick eine Meinung ins Visier zu nehmen, mit einem Standardsatz zu kommentieren und schließlich zu eleminieren. Sie scheint sich dann womöglich noch ungemein intelligent und kompetent für alle Themen zu halten. Die letztgültige Instanz. Voll krank.
        Ist das eigentlich rechtlich erlaubt? Könnten gegen diese Verfahrensweise keine rechtlichen Schritte eingeleitet werden? Wo leben wir denn?
        Ich habe ein wenig auf Deiner Webseite gelesen und finde die Beschreibung und Charakterisierung heutiger Journalisten bzw. heutigen Journalismus super auf den wesentlichen Punkt gebracht. Das Gro diese Leute führt sich noch schlimmer und dekadenter auf, als so manche Götter in Weiß. Und dabei sind es doch nur mickrige Schreiberlinge. Das ist wahrhaftig nur mit einer guten Portion Humor und Sarkasmus zu ertragen. Muß ich mir unbedingt auch aneignen.
        Danke nochmal und bis demnächst in diesem Kino.

    • Ja, super geschrieben. Sehr moderat, intelligent, aber trotz allem bestimmt. Ich habe genau dieselbe Erfahrung gemacht, zuletzt bei einem Kommentar meinerseits zu einem Artikel buddhistischer Mönche in China. Auch dort habe ich fachlich kompetent (meditiere seit 43 Jahren), kaum kritisch, auf keinen Fall beleidigend zum Verhältnis der chinesischen Regierung zur Spiritualität und der Geschichte und Bedeutung der selben in China kommentiert.
      Nicht nur wurde mein Kommentar gelöscht, sondern auch zum 2. Mal mein account. Ein weiters account wurde mir auf “GuteFrage.net” (gehört ebenfalls zum Holzbrink-Konzern!) gelöscht, wo ich als Spezialist für Meditation viele wertvolle, ausschließlich positive und informationsreiche (so die Meinung der User) Kommentare zu dem Thema abgegeben habe.
      Diese Geisteshaltung in der Redaktion der DIE ZEIT ist m.E. ein Ausdruck unverhohlener Zensur, Verachtung aller demokratischen Grundrechte und dient irgendeiner Machtclique, die sich dem eigenständigen Denken der Bevölkerung entgegen zu stemmen versucht. Nun, diese Despoten der Hofberichterstattung werden über kurz oder lang von der Bildfläche verschwinden, denn ein Neues Bewusstsein beginnt sich in der Welt zu etablieren. Wartet mal noch eiin Jahr…

  19. mila99

    Ich habe schon gedacht, dass es sich bei mir um einen bedauerlichen Einzelfall handelt.Nach nur einem Kommentar wurde ich gesperrt aufgrund angeblich diffamierender Äußerungen. Schön ist ja, dass ich wenigstens bei einigen Menschen den Kreislauf in Schwung gebracht habe. Erst wird der Kommentar stehen gelassen, damit man dann in das offene Messer läuft. Was für ein Hinterhalt. Real existierender Journalismus!

  20. Thor

    Mir wirde der account unter community.zeit.de von den Gutbürger-Taliban in der Zeit-Redaktion sang- und klanglos gesperrt, weil ich mich angeblich extrem frauenfeindlich geäußert habe und eine Fußball-Nationalspielerin beleidigt.

    Tatsächlich hatte ich ein Bild in einen Artikel über die Nationalspielerin Annike Krahn mit den Worten kommentiert, die Frau sähe eher aus wie ein Mann, wirke sehr streng und wenig weiblich. Und daß ich ihr wünsche zumindest nach der Fußballerei wieder Frau sein zu dürfen.

    Die Hilfssherrifs (huhu Frau von Taube) von der Zeit legen sowas als frauenfeindlich aus – unglaublich aber wahr.
    Habe daraufhin mein Zeit Print-Abo gekündigt, schließlich will ich mit meinem Geld nicht noch solche Leute bezahlen.

    Sollen sie sich mit der Studienratspostille zur der die Zeit verkommen ist doch selber den Allerwertesten abwischen.
    Viel Spaß dabei.

  21. Wotan Niemand

    Nachdem ich nun auf der Kommentar Seite der Zeit 2 sehr Islam-kritische Kommentare hinterlassen habe, wurde ich gesperrt! Zuerst habe war ich beleidigt; jetzt bin ich stolz!

  22. Wotan Niemand

    Der französische Schriftsteller Gustave Flaubert schrieb im Jahr 1878:
    “Im Namen der Menscheit fordere ich, daß der schwarze Stein zermahlen, sein Staub in den Wind gestreut, daß Mekka verwüstet und das Grab von Mohammed entehrt wird. Das ist der Weg, um gegen den Fanatismus anzugehen”.

    Bereits 1391 stellte der byzantinische Kaiser Manuel II. Palaiologos fest:
    “Zeig mir doch, was Mohammed Neues gebracht hat und da wirst du nur Schlechtes und Inhumanes finden wie dies, dass er vorgeschrieben hat, den Glauben, den er predigte, durch das Schwert zu verbreiten.”

    Auch der große christliche Reformator und Begründer der evangelischen Kirche Martin Luther wusste schon 1529 über den Islam zu berichten:
    „Also da der Mahometh durch den Lügengeist besessen und der Teufel durch seinen Alkoran die Seelen ermordet, den Christenglauben zerstört hatte, und mit dem Schwert die Liebe zu morden angreift. Und also ist der türkische Glaube nicht mit Predigen und Wunderwerk, sondern mit dem Schwert und Morden so weit gekommen.”

    Der französische Philosoph Voltaire in einem Brief an Friedrich den Großen 1740:
    “Der Koran lehrt Angst, Hass, Verachtung für Andere, Mord als legitimes Mittel zur Verbreitung und zum Erhalt dieser Satanslehre, er redet die Frauen schlecht, stuft Menschen in Klassen ein, fordert Blut und immer wieder Blut.

    König Friedrich II. von Preußen 1775:
    Mohammed war nicht fromm, sondern nur ein Betrüger, der sich der Religion bediente, um sein Reich und seine Herrschaft zu begründen.

    1818 der deutsche Philosoph und Hochschullehrer Arthur Schopenhauer:
    „Dieses schlechte Buch (der Koran) war hinreichend, eine Weltreligion zu begründen, das metaphysische Bedürfnis zahlloser Millionen Menschen seit 1200 Jahren zu befriedigen, die Grundlage ihrer Moral und einer bedeutenden Verachtung des Todes zu werden, wie auch, sie zu blutigen Kriegen und den ausgedehntesten Eroberungen zu begeistern. Wir finden in ihm die traurigste und ärmlichste Gestalt des Theismus.”

    1830 Amerikas sechster Präsident John Quincy Adams:
    „Mohammed erklärte, als Teil seiner Religion, dem Rest der Menschheit den totalen, auf Auslöschung bedachten Krieg. Die Essenz dieser Religion waren Lust und Gewalt – was die brutale über die spirituelle Natur des Menschen erhob. Solange die gnadenlosen, nicht verhandelbaren Dogmen des falschen Propheten menschliches Handeln antreiben, wird es niemals Frieden auf Erden geben.“

    1843 der französische Publizist, Historiker und Politiker Alexis de Tocqueville:
    „Ich habe den Koran intensiv studiert, Meine Studien überzeugten mich davon, dass es wenige Religionen in der Welt gegeben hat, die für die Menschheit so tödlich waren wie die des Mohammed. So weit ich es beurteilen kann, ist sie die treibende Kraft hinter dem Verfall, der heute in der muslimischen Welt so deutlich wird.

    1854 der Begründer des Kommunismus Karl Marx:
    Der Koran und die auf ihm fußende muselmanische Gesetzgebung reduzieren Geographie und Ethnographie der verschiedenen Völker auf die einfache und bequeme Zweiteilung in Gläubige und Ungläubige. Der Ungläubige ist „harby”, d. h. der Feind. Der Islam ächtet die Nation der Ungläubigen und schafft einen Zustand permanenter Feindschaft zwischen Muselmanen und Ungläubigen. In diesem Sinne waren die Seeräuberschiffe der Berberstaaten die heilige Flotte des Islam.”

    1899 der frühere britische Premierminister Winston Churchill:
    „Weit entfernt von seinem Untergang, ist der Mohammedanismus ein militanter, bekehrungseifriger Glaube. Er hat sich schon in ganz Zentralafrika ausgebreitet, zieht überall furchtlose Krieger auf und wäre das Christentum nicht in den starken Armen der Wissenschaft – gegen welche es umsonst gekämpft hat – geborgen, könnte die Zivilisation des modernen Europa untergehen, wie die des Römischen Reiches.”

    1903 der schottische Historiker William Muir:
    „Mohammeds Schwert und der Koran sind die tödlichsten Feinde der Zivilisation, der Wahrheit und der Freiheit, die die Menschheit bisher erlebt hat.“

    1929 der britische Schriftsteller französischer Herkunft Hilaire Belloc:
    „Seit die Religion des Islam in der Welt erschien, waren ihre Anhänger allen anderen Nationen gegenüber wie Wölfe und Tiger, alles zerreißend, alles zerfleischend, was in ihre gnadenlosen Pranken fiel, zermahlen von ihren eisernen Zähnen; unzählige Städte so gründlich ausgelöscht, dass nur noch ihr Name existiert; so viele Länder, einst Paradiese, nun verlassene Ödnisse; so viele einst zahlreiche und mächtige Reiche, vom Erdboden verschwunden! So war und ist bis zum heutigen Tage das Wüten, der Zorn und die Rache dieser Zerstörer der Menschheit.“

    1929 der Staatsgründer der modernen Türkei Mustafa Kemal Pâscha “Atatürk”:
    Der Islam, diese absurde Gotteslehre eines unmoralischen Beduinen (gemeint ist der islamische Prophet Mohammed), ist ein verwesender Kadaver, der unser Leben vergiftet. Er ist nichts anderes als eine entwürdigende und tote Sache.

    In der katholischen Enzyklopädie wurde 1908 festgestellt:
    „In politischen Dingen ist der Islam eine Mischung aus Despotismus im eigenen Land und Aggression gegen andere Länder. Die Rechte von nicht-muslimischen Untertanen sind von der vagesten und eingeschränktesten Art, und ein Religiöser Krieg ist heilige Pflicht, wann immer sich die Chance auf einen Sieg über “Ungläubige” bietet. Mittelalterliche und moderne mohammedanische, besonders türkische Verfolgungen von Juden und Christen.”

    1942 bemerkte Adolf Hitler folgerichtig:
    “Hätten wir viel eher noch den Mohammedanismus übernommen, diese Lehre der Belohnung des Heldentums: Der Kämpfer allein hat den siebenten Himmel ! Die Germanen hätten die Welt damit erobert, nur durch das Christentum sind wir davon gehalten worden. Wenn wir Mohammedaner geworden wären, würden wir heute die Welt besitzen.“

    Und sein Reichsführer SS Heinrich Himmler sekundierte 1943:
    “Ich hab nichts gegen Islam. Er drillt unsere Jungs in der Division für mich und verspricht ihnen den Himmel wenn sie im Kampf getötet werden. Eine sehr praktische und attraktive Religion für Soldaten. Der Islam ist unserer Weltanschauung gar nicht so unähnlich.”

    Der Schweizer Psychiater Carl Gustav Jung hatte es schon 1939 vorausgesehen:
    “Wir wissen nicht, ob Hitler vorhat, einen neuen Islam zu gründen. Er ist bereits auf dem Weg dazu. Er ist wie Mohammed. Die Gefühlslage in Deutschland ist islamisch. Kriegswillig und islamisch. Sie sind alle trunken von einer wilden Gottheit. Dies könnte die historische Zukunft sein.”

    Aber im Jahr 2012 faseln fast alle westlichen Politiker und Kirchenvertreter von der “friedlichen” Religion Islam, die “nichts mit Gewalt zu tun” habe. Als ob das Wissen von über 1000 Jahren gelöscht worden wäre. Vielleicht hat ja auch die Abhängigkeit von dem Öl und der Finanzkraft der arabischen Welt zur kollektiven Amnesie beigetragen. Der Westen verkauft seine Identität, Werte und Seele auf dem Altar des kulturellen Relativismus. Man beugt sich in vorauseilender Unterwerfung dem islamischen Drohpotential. Ein wahrhaft entwürdigendes Schauspiel.
    Die 1400-jährige Geschichte des Islams ist durchzogen von Krieg, Eroberung und Unterwerfung Andersgläubiger. Das Shoebat-Institut in den USA schätzt 270 Millionen Opfer dieser muslimischen Expansion. Überall, wo der intolerante und totalitär orientierte Islam auf andere Kulturen, Religionen und Zivilisationen traf, entstanden enorme Spannungen, die sich meist in Gewalt und Terror entluden.
    Verhältnismäßig “friedlich” ging es bisher immer nur dann zu, wenn sich Andersgläubige unterwarfen, oder solange sich Moslems in deutlichen Minderheitsverhältnissen befanden.
    Soviel zu den historischen Fakten. Daran kann auch “DIE ZEIT” nichts ändern!

    • Der Kritisator (Autor)

      Danke für den Kommentar und die Zitate. Leider scheinen auch diese die Gesellschaft derzeit nicht aufzurütteln, zumindest nicht unsere elitären Meinungsmacher. Was diese letztendlich antreibt vermag ich nicht zu sagen, ich glaube aber nicht, dass es etwas monetäres ist. Ich denke es ist eher eine Art ideologisch angetriebende Dekadenz und ich fürchte Churchill könnte analog seines Zitates recht behalten.

      Das ist die eine Seite der Medaille. Die andere ist die der starken Lobby des Islams und diese ist durchaus in der Lage, sich im »ungläubigen« Westen oder sonstwo »einzukaufen«. An genau dieser Stelle kommt nun die Politik ins Spiel. Man verfolge hierzu bloß den Fall des Müncher Oberbürgermeisters Ude und des islamischen U-Bootes Idriz rund um das geplante Islamzentrum Ziem auf der einen Seite und auf der anderen den allein gegen Windmühlen kämpfenden Islamkritiker Stürzenberger.

      Hoffnung auf eine Besinnung habe ich bloß noch was den »einfachen« Menschen auf der Straße betrifft. Er wird zwar unentwegt mit jener Meinungspropaganda zugeballert, aber letztendlich hat er seinen letzten Rest gesunden Menschenverstand noch nicht verloren.

  23. Spiro67

    Bin gestern aus dem ZEIT-Forum geflogen, weil ich den ukrainischen Freischärler Semjon Sementschenko als “Schlächter” bezeichnete und fragte “wie weit man noch sinken möchte wenn man solchen Verbrechern ein Forum zur Rechtfertigung ihrer Taten gibt”. Der Kommentar war keine Minute Online und wurde dann wegen “Diffamierung” gelöscht. Danach nur noch Fehlermeldungen und seitdem bin ich draußen, kann mich nicht mehr einloggen…

    • Der Kritisator (Autor)

      Betrachten Sie es als Chance, neue und eherlichere Informationsquellen suchen und finden zu dürfen.

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